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Seanchan3

Seanchan ist ein Imperium auf dem gleichnamigen Kontinent. Es wurde nach den Trolloc-Kriegen gegründet und hat in jüngster Zeit begonnen, Illian anzugreifen, um den Hauptkontinent für sich zurück zu beanspruchen in dem, was die Seanchan die Corenne nennen.

Geographie Bearbeiten

Hauptartikel: Seanchan (Kontinent)
Seanchan

Seanchan befindet sich auf einem Kontinent auf der anderen Seite des Aryth-Meeres. Seine nähsten Küsten befinden sich über 5000 Meilen [1] westlich der Westlande. Es ist in zwei Landmassen aufgeteilt, getrennt durch einen breiten, tiefen Kanal. Es ist von Norden nach Süden länger, als von Osten nach Westen. Die Landmassen werden von riesigen Rissen und Fjorden gespalten. Der Morenal-Ozean trennt Seanchan von Shara im Westen. [2]

Flora und Fauna Bearbeiten

Viele der Kreaturen in Seanchan sind die weiterentwickelten Formen von Kreaturen, die zurückgebracht wurden aus Parallelwelten durch Portalsteine während der ersten Tausend Jahre nach der Zerstörung der Welt. Viele von ihnen werden für Militärische Zwecke benutzt. Die wichtigsten dabei sind Raken, Grolm, Corlm, Lopar, Torm und S'redit. [3]

Geschichte Bearbeiten

Eintausend Jahre nach den Trolloc-Kriegen, nachdem Artur Falkenflügel die Westlande vereinigt hatte, schickte er eine riesige Flotte unter dem Kommando seines Sohnes Luthair Paendrag Mondwin über das Aryth-Meer. Luthairs Flotte kehrte niemals zurück und wurde als verloren angesehen.

Die Flotte hatte es gerade so geschafft, den Ozean zu überqueren und Seanchan zu erreichen. Indem er die Nationen gegen einander aufwiegelte, gelang es Luthair und seinen Nationen schließlich, den Kontinent zu unterwerfen und zu vereinigen. Der Prozess wurde die Konsolidierung genannt und erschuf das seanchanische Imperium.

Die Konsolidierung soll beinahe achthundert Jahre gedauert haben, wie der Seanchanische General Miraj sagt, er verpasste die Konsolidierung um nur zweihundert Jahre und musste unzählige Rebellionen beenden.

Luthairs Erben regieren das Reich immer noch. Zu dieser Zeit begannen die Seanchan, Tiere des Kontinents zu benutzen. Mit der Nutzung dieser Kreaturen töteten sie alles Schattengezücht auf dem Kontinent.

Jüngste Ereignisse Bearbeiten

Erst vor Kurzem hat das Seanchanische Imperium damit begonnen, den Kontinent zurück zu erobern, von dem die Vorfahren der seanchanischen Kaiser kamen, bekannt als die Corenne. Die Seanchan planten dies seit mindestens zwanzig Jahren, brauchten aber eine lange Zeit, um genug Schiffe für diesen Zweck zu erbauen und Truppen auszuheben.

Sie machten ihren ersten Versuch, indem sie die Stadt Falme und die umgebenden Regionen eroberten, wurden aber zurückgeschlagen. Später waren sie erfolgreich darin, Tarabon und Amadicia zu erobern und führten ihren Vorstoß gegen Ebou Dar und das südliche Altara weiter. Sie wurden aufgehalten, als die Truppen von Rand al'Thor einen Waffenstillstand erkämpften.

Mit der Ankunft der Hauptflotte von Seanchan und der Tochter der Neun Monde sind sie nun bereit, weitere Vorstöße zu wagen. Eingeschlossen in einem unsicheren Waffenstillstand schloss Rand al'Thor schließlich den Frieden des Drachen mit den Seanchan.

Regierung Bearbeiten

Die Regierung von Seanchan wird von einer Kaiserin oder einem Kaiser ausgeführt und hat absolute Macht. Er oder sie regiert vom Kristallthron am Hof der Neun Monde aus, der sich in Seandar befindet. Der Thron selbst ist ein Ter'angreal, der Ehrfurcht und Bewunderung für die Person empfinden lässt, die darauf sitzt. Die Elitegarde um den Thron ist die Todesgarde. Die Wahrheitssucher jagen Schattenfreunde und agieren als Geheimpolizei.

Kultur Bearbeiten

Das seanchanische Kaiserreich hat eine strikte Klassenkultur. Auf der höchsten Ebene ist Das Blut, das seine Vorfahren bis zu Artur Falkenflügel und seinem Sohn Luthair Paendrag Mondwin zurückverfolgen kann. Unter ihnen sind die freien Männer und Frauen. Darunter stehen die Sklaven. Es gibt eine Anzahl von Unterklassen innerhalb dieser Gruppen.

Die Interaktionen zwischen Mitgliedern verschiedener Klassen sind stark reglementiert. Beispielsweise ist es verboten, jemandem von einer höheren Klasse direkt in die Augen zu sehen. Außerdem wird jemand von höherem Rang nicht direkt mit jemandem von niedrigerem Rang sprechen. Statt dessen werden sie durch einen Sklaven (Stimme genannt) kommunizieren, um ihre Worte weiterzugeben.

Namen spielen ebenfalls eine Rolle. Ein Mensch wird mit einem Namen geboren, erhält jedoch an seinem Schwerttag einen neuen. Sollte er ins Blut erhoben werden, wird er auch dazu einen neuen Namen annehmen. [4]

Sklaverei Bearbeiten

Sklaverei hat eine lange Geschichte im seanchanischen Imperium. Sklaven sind bekannt als Da'covale, oder "jene, die Eigentum sind". Der Großteil hat niedere Berufe wie Dienstmädchen, Köche usw. Doch nicht alle Sklaven haben einen niedrigen Rang in der Seanchanischen Gesellschaft. Jene, die mächtige Positionen wie Diener des Hohen Blutes haben, oder sogar der Kaiserin, befinden sich in einer Unterklasse von Sklaven, die So'jhin genannt werden, und besitzen einen höheren Rang als freie Männer und Frauen.

Damane werden auch als Da'covale angesehen. Viele von ihnen gehören der Kaiserin selbst, wobei die Kaiserin die Besitzerin der meisten Damane im Imperium ist. Aufgrund ihrer Verbindung zur Einen Macht werden sie als noch niedriger angesehen als gewöhnliche Haussklaven und gleichgesetzt mit Tieren. Damane rangieren so niedrig, obwohl sie eine der Möglichkeiten der Kaiserin sind, ihre Macht zu behalten, dass sexuelle Anziehung gegenüber einer Damane als Perversion angesehen wird, sowie Sodomie in anderen Kulturen.

Das Blut Bearbeiten

Hauptartikel: Das Blut

Die höchste Klasse in der Seanchanischen Gesellschaft wird von jenen ausgefüllt, die Vom Blut sind. Ursprünglich bestand die Klasse nur aus den Nachfahren von Luthair Paendrag Mondwin und seinen Armeen, die vom Blut waren, doch mit der Zeit wurden andere zum Blut erhoben. Zum Blut erhoben zu werden, was äußerst selten geschieht, ist die größtmögliche Ehre, die ein als Bürgerlicher geborener Mensch erhalten kann.

Das Blut ist geteilt in zwei Gruppen, das Niedere Blut und das Hohe Blut. Mitglieder des Niederen Blutes haben ihr Haar in schüsselähnlicher Form geschnitten, mit einem Zopf am Rücken, und lackieren sich die Nägel der kleinen Finger, manchmal auch noch der Ringfinger an jeder Hand. Das Hohe Blut rasiert sich die Kopfseiten und lässt einen langen Strang von Haar über ihren Kopf laufen. Sie lackieren sich die ersten oder ersten beiden Nägel jeder Hand, abhängig von ihrem Rang (zwei ist höher als nur einer).

Mitglieder der kaiserlichen Familie rasieren sich den Kopf kahl und lackieren all ihre Fingernägel.

Seanchanisches Militär Bearbeiten

Todesgarde

Das Seanchanische Imperium hat ein großes Militär, genannt das Ewig Ruhmreiche Heer, die verantwortlich ist, die Kontrolle der Nation aufrecht zu erhalten, Rebellionen niederzuschlagen, Verräter zu suchen und neue Gebiete zu erobern. Bis zur Rückkehr war die Kontrolle von Aufständen eine ganze Zeit lang die Hauptpflicht des Militärs.

Todesgarde Bearbeiten

Hauptartikel: Todesgarde

Eine Abteilung des Seanchanischen Militärs ist die Todesgarde, die vermutlich höchst geehrte und wertvollste der kaiserlichen Da'covale. Sie haben die Aufgabe, die Kaiserliche Familie zu schützen.

Sie sind leicht zu erkennen an ihren mit dunkelgrünen Quasten versehenen Speeren und dunkelgrün lackierten Schilden. Das Grün auf ihrer Rüstung ist so dunkel, dass es leicht für schwarz gehalten werden kann von jenen, die nicht Bescheid wissen. Diese furchtlosen Krieger sind bekannt für ihre Bereitschaft, zu töten oder zu sterben, wenn es notwendig ist, um die Kaiserliche Familie zu schützen. Manchmal wird ein Mitglied der Todesgarde als Ehre an andere Adlige verliehen.

Seachan SoldiersZ

Die elitärsten Mitglieder der Todesgarde werden niemals verliehen und sind verantwortlich für das Leben der Kaiserin selbst und ihrer direkten Familie. Einige Mitglieder der Todesgarde sind Ogier; sie werden die Gärtner genannt und sind keine Da'covale. Diese Ogier sind düsterer als ihre Verwandten auf der anderen Seite des Aryth-Meeres und tragen große Kampfäxte, größer als die meisten Männer.

Eine Macht Bearbeiten

Damane Bearbeiten

Hauptartikel: Damane

Frauen, die die Macht lenken können, werden als Tiere angesehen und an einer silbrigen Metalleine gehalten, dem A'dam, dass eine als Sul'dam bekannte Trainerin ihr Machtlenken kontrolliert. Die angeleinten Frauen werden Damane genannt, was "Angeleinte" bedeutet. Frauen, die die Macht lenken können, aber nicht als Damane gehalten werden, bezeichnet man als Marath'damane oder "jene, die angeleint werden müssen". Die meisten Damane wurden ihr ganzes Leben lang als solche behandelt und neigen dazu, hysterisch zu werden, wenn man eine Marath'damane nur erwähnt.

Damane werden als empfindungsfähige Haustiere behandelt, aber auch ausführlich im Kampf benutzt. Sie werden dazu ausgebildet, die Eine Macht als Waffe zu benutzen, hauptsächlich Feuerbälle und Blitze, im Gegensatz zu indirekteren Methoden.

Sul'dam Bearbeiten

Hauptartikel: Sul'dam

Die Ausbilderin von Damane ist als Sul'dam bekannt, was "Leinenhalterin" bedeutet. Wie Damane können nur bestimmte Frauen den A'dam benutzen, doch der Grund dafür ist den Seanchan größtenteils unbekannt. Jüngste Entdeckungen haben gezeigt, dass Sul'dam die Fähigkeit haben, die Nutzung der Einen Macht zu erlernen, was zeigt, dass der A'dam von zwei Frauen benutzt werden muss, die die Macht lenken können.

A'dam Bearbeiten

Hauptartikel: A'dam

Der A'dam ist eine silbrige Metallkette, die einen Kragen aus dem gleichen Material mit einem eben solchen Armband verbindet. Es scheint alles aus einem Stück gefertigt zu sein. Es ist ein spezialisierter Ter'angreal, der eigentlich eine Verbindung zwischen zwei weiblichen Machtlenkerinnen herstellt.

Der Kragen am einen Ende der Kette muss um den Hals der Machtlenkerin gelegt werden, das andere Ende kommt um das Handgelenk der Sul'dam. Die Kette befindet sich immer dazwischen, ist aber nicht notwendig dafür, dass der Ter'angreal funktioniert. Die Sul'dam kann dann die Ströme der Damane kontrollieren und leiten, oder sogar den Zugang zur Einen Macht abschneiden. Kommandos können ebenfalls übermittelt werden und die Damane muss sich unterwerfen, sogar wenn der A'dam vom Handgelenk der Sul'dam entfernt wird.

Der A'dam hat keinen Einfluss auf Männer und Frauen, die die Macht nicht lenken können. Es ist bekannt, dass die Seanchan manchmal einen Mann gezwungen haben, den A'dam zu tragen, manchmal mit katastrophalen Ergebnissen. Es ist nicht bekannt, ob dies mit der Fähigkeit eines Mannes in Verbindung steht, die Macht lenken zu können, aber man geht davon aus, dass dies der Fall ist.

Omen Bearbeiten

Tuon nutzt von Zeit zu Zeit Omen. Die Seanchan haben einen sehr starken Glauben darin, viele Omen in der Natur zu finden. Während einige davon als einfacher Aberglaube abgetan werden können, ist nicht klar, ob einige von ihnen einen realen Hintergrund haben. Sie sind ein zentraler Teil der Seanchanischen Kultur, wobei viele Seanchaner schockiert sind, dass die Menschen in den Westlanden nicht über solche Dinge Bescheid wissen. Tuon nutzt sie, um sehr wichtige Entscheidungen zu treffen und es gibt ein paar kleine Hinweise, dass sie tatsächlich einige Einsicht ermöglichen.

Besondere Vorzeichen Bearbeiten

  • Albatros - ein Siegessymbol [5]
  • Eine Eule ruft bei Abenddämmerung oder zwei mal - ein Todesomen [5] [6]
  • Eine Eule ruft und fliegt nicht davon, wenn man sie ansieht - ein Omen, das andeutet, dass man sehr vorsichtig sein sollte, dass in den nächsten Tagen wichtige Entscheidungen anstehen werden [7]
  • Vögel kreisen mehr als einmal über dem Kopf - ein Sturm zieht auf [8]
  • Ein Vogel kommt tagsüber in ein Haus - ein sehr schlechtes Omen, das Böse, das bei Nacht in Gebet und Meditation vertrieben werden soll [8]
  • Drei Tümmler erheben sich nur einmal - bleib auf deinem gewählten Kurs [5]
  • Zwei tote Ratten auf dem Rücken, eine mit dem Schwanz einer anderen im Maul - ein grauenvolles Omen, eines der schlimmsten [9]
  • Blitze am Tag ohne Regen - handle sehr vorsichtig und pass auf, was du sagst [10]
  • Eine Frühlingsrose verliert drei Blätter - ein Omen großen Sieges [11]
  • Ein Falke mit einem weißen Kopf fliegt davon - ein Omen großer Macht [7]
  • Regen ohne Wolken - erwarte einen unerwarteten Besucher [5]

Abergläubische Handlungen Bearbeiten

  • Einen Hut auf einen Tisch legen - extremes Unglück, das Böse wird durch eine Handbewegung abgewehrt, die es beinhaltet, zwei Finger unter den Mittelfinger zu schieben und die anderen beiden steif auszustrecken [12]
  • Eine Spinnwebe entfernen, bevor man die Spinne verscheucht hat - führt innerhalb eines Monats zum Tod von jemandem, der einem nahe steht; sogar ein gewebtes Spinnennetz zu sehen mit der Spinne noch darin erfordert Handsignale, um das Böse abzuwehren. [8]
  • Eine Linie von Ameisen in der Mitte unterbrechen und die Sekunden zählen - die Zeit, die die Ameisen brauchen, um sich neu zu formieren, sagt, wie viele Tage schönen Wetters es noch gibt, bis ein Sturm kommt. [8]

Kaf Bearbeiten

Kaf ist die seanchanische Form von Kaffee, gebraut aus dunklen Bohnen in schwarze Flüssigkeit. Er wird kochend heiß getrunken, manchmal gesüßt aber nicht oft. Er ist bekannt für seine stimulierende Wirkung und seinen Bitteren Geschmack.

Weitere BilderBearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten

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