Rad der Zeit Wiki
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Vorwort

Die Welt seit der Zerstörung

Im Land

"Weibliche Verlorene und Schattenfreunde" ist das sechste Kapitel von Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit.

© Robert Jordan, Übersetzung von Nessaia Quelle: http://wot.books.free.fr/world/

Lanfear[]

Die mächtigste der weiblichen Verlorenen, vermutlich die mächtigste von allen gleich nach Ishamael war Lanfear, "Tochter der Nacht" in der Alten Sprache. Sie hatte sich als einzige von den Verlorenen ihren Namen selbst ausgesucht, und beanspruchte die Welt der Träume - Tel'aran'rhiod - und die Träume anderer Menschen als ihr Territorium. Als große und geschmeidige Frau mit blasser Haut und fließendem, nachtschwarzem langem Haar sah man sie immer Kleider von reinstem Weiß tragen, oft akzentuiert mit einem geflochtenen Silbergürtel und Schmuck in der form von Mond und Sternen. Als fraglos schönste und verführerischste der Verloren war Lanfear vermutlich eine der schönsten Frauen ihres Zeitalters oder jedes anderen.

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Geboren als Mierin Eronaile war sie nicht weltberühmt oder gut bekannt, aber sie war unter ihren Kollegen respektiert. Sie arbeitete im Collam Daan, dem führenden Zentrum für Forschung über die Eine Macht mit Sitz in V'saine. Tatsächlich war sie ein Mitglied des Teams, das das Gefängnis des Dunklen Königs entdeckte und den Stollen bohrte, während sie eine neue Quelle der Macht zu erreichen versuchten, die anscheinend von Männern und Frauen gleichermaßen berührt werden konnte, ohne die Unterschiede von Saidin und Saidar.

Es gibt einen kleinen Zweifel, dass sie überrascht war, als der Rest der Welt entdeckte, was tatsächlich hinter dem Loch lag, das sie zu erschaffen half, und sie war tatsächlich so glücklich, eine von den wenigen zu sein, die den Rückschlag überlebte, der die Scharom und das meiste des Collam Daan zerstörte.

Verschiedenen Nachweisen zufolge scheint es, dass Mierin nicht unter den ersten war, die zum Schatten überliefen, aber als sie ihre Seele dem Dunklen König verschrieb, war es aus den einfachsten aller Gründe: Liebe und Hass.

Es ist sicher, dass Lews Therin und Mierin eine kurze Zeit lang zusammen waren, und dass Lews Therin die Beziehung einige Jahre vor der Bohrung des Lochs beendete, teilweise weil sie ihre Verbindung mit dem großen Lews Therin mehr liebte, als den Mann selbst, teilweise weil sie ihn als einen Weg zur Macht für sich selbst sah. Mierin war niemals gewillt, diese Trennung zu akzeptieren und fuhr fort, ihn fest entschlossen zu verfolgen. Als Lews Therin, nachdem er Mierin zurückgewiesen hatte, etwa fünfzig Jahre vor dem Beginn des Krieg des Schattens Ilyena Moerelle Dalisar heiratete, erreichte Mierin ihren Siedepunkt. Sie versuchte, die Hochzeitszeremonie zu unterbrechen und das folgende Jahr hindurch machte sie mehrere öffentliche Annäherungsversuche an Lews Therin und sie machte Ilyena für ihren "Verlust" verantwortlich. Kurz darauf trat sie zum Schatten über. Sie gab niemals auf, Anspruch auf Lews Therin Anspruch zu erheben; er war war das Ziel mehrerer Komplotte durch die Verlorenen, hauptsächlich um ihn zu fangen oder umzudrehen, und sie war bei fast allen davon in vorderster Front dabei.

Obwohl sie niemals den Befehl über ein Schlachtfeld führte, war Lanfear vor und während dem Krieg des Schattens sehr nützlich für den Dunklen König. Träume nutzend leitete sie einige Operationen, die Menschen gegen die Staatsmacht wendeten und massive Aufstände auslösten. Ihr werden aus den gleichen Gründen mehrere Schlachensiege des Schattens zugeschrieben. Ebenfalls wird sie verantwortlich gemacht für das in den Wahnsinn und zum Selbstmord treiben einiger Leute, ebenso wie Ermordungen in Tel'aran'rhiod.

Abgesehen von diesen hilfreichen Beschäftigungen diente Lanfear als Gouverneurin von mindestens einem besetzten Gebiet. Sie war in viele Gräueltaten verwickelt, vermutlich mehr als die meisten Verlorenen, aber die Menschen, die sie regierte, mussten sich mehr als den üblichen Schrecken des Schattens gegenübersehen; sie fürchteten den Schlaf selbst. Die Selbstmordraten in ihren Territorien waren sehr hoch, wenn man bedenkt, dass Selbstmord in allen besetzten Gebieten weit verbreitet war.

Völlig abgesehen von ihrer Stärke in der Macht und ihren Fähigkeiten war ihr Wissen über Lews Therin, den sie studiert hatte wie ein hingebungsvoller Jäger vielleicht das Leben und die Verhaltensweisen seiner Beute studieren würde, von großem Wert für den Schatten.

Als Lews Therin den Stollen versiegelte, wurde Lanfear sehr tief hinter dem Siegel vergraben und während der vergangenen Zeit in einem traumlosen Schlaf gehalten. Als Resultat daraus beeinträchtigten die langen Jahre ihre Schönheit nicht, oder die Intensität ihres Verlangens nach Macht und Lews Therin. Nach ihrem Erwachen in der Welt nahm sie das Pseudonym Selene an [1] und wählte Rand al'Thor aus, in dem Glauben dass er irgendwie mit Lews Therin verbunden war, wenn nicht sogar dessen Reinkarnation. Als Ergebnis daraus konzentrierte sie ihre Energie darauf, sein Herz zu gewinnen und ihn für sich und den Schatten zu gewinnen. Sie wurde anscheinend von Moiraine getötet, als beide durch einen Ter'angreal-Türrahmen in Cairhien fielen. [2]

Graendal[]

Die wohl auffälligste und dekadenteste der Verlorenen war die Frau Graendal. Obwohl nicht so schön wie Lanfear war sie auf ihre eigene Weise ziemlich atemberaubend. Blond und irgendwie füllig, wenn sie mit ihrer dunkelhaarigen Rivalin verglichen wurde, verhüllte sie ihren üppigen Körper mit hautengen Gewändern, die wenig der Vorstellungskraft überließen, frisierte ihr rotgoldenes Haar zu aufwändigen, juwelendurchwirkten Locken und umgab sich mit hinreißenden halbnackten Sklaven, die jede ihrer Launen abgöttisch liebten.

Obwohl sie sich als eine der Verlorenen den sinnlichen Freuden widmete, war sie vor dem Stollen völlig anders gewesen. Kamarile Maradim Nindar wurde als Asketin betratet; sie lebte nicht nur ein entbehrungsreiches und einfaches Leben, sie predigte auch, dass andere das ebenso tun sollten. Kamarile Maradim war berühmt und beliebt in der Welt, anscheinend aber mehr von Menschen, die von ihr gehört hatten, als von denen, die sie tatsächlich kannten. Hingebungsvoll heilte sie jene mit geistigen Krankheiten, welchen die Eine Macht und die Medizin nicht helfen konnten, sie war möglicherweise die beste bei subtiler Manipulation des menschlichen Verstandes, die jemals gelebt hatte. Diejenigen, die sie gut kannten, mochten sie nicht. Während ihre öffentlichen Aufrufe nach einem entbehrungsreichen Leben gemäßigt waren, war sie im privaten unvermeidlich barsch und schneidend gegenüber jedem, der nicht nach ihrer Vorstellung von Einfachheit lebte, was bedeutet, gegen jeden. Innerhalb von zehn Jahren, nachdem der Stollen gemacht worden war, unterzog sich Kamarile Maradim einer kompletten Metamorphose und wurde zu dem genauen Gegenteil von dem, was sie vorher war. Extreme Vergnügungssucht ersetzte ihr Asketentum. Ihre einfache Kleidung wurde ersetzt durch die neuste und wagemutigste Mode, ausgesucht um ihrer Erscheinung zu schmeicheln. Sinnliche und sexuelle Befriedigung stand für sie über allem anderen.

Es gibt keinen Hinweis darauf, dass diese Veränderung auf den Dunklen König zurückzuführen ist. Tatsächlich scheint es von der Erkenntnis herzurühren, dass die Welt niemals ihren hohen Erwartungen entsprechen kann. Es könnte ihre Art gewesen sein, ihre Verachtung zu zeigen für diese Lebensart, indem sie sie annahm und zu höchsten Extremen trieb, obwohl berichtet wird, dass sie ihre Freuden sehr genoss.

Im Angesicht der Unruhen, die zu dieser Zeit die Welt überschwemmten, wurde dem fremdartigen Verhalten dieser berühmten Frau wenig Aufmerksamkeit geschenkt, aber das ist eine bedauerliche Tatsache. Es gibt beträchtliche Beweise dafür, dass Kamarile Maradim eine der ersten gewesen sein mag, die entdeckte, wem die Welt sich gegenüber sah, allerdings erst einige Jahre nach ihrer Verhaltensänderung, als die nächste Veränderung es mit sich brachte, dass die später Verlorene genannte entschied, dem Dunklen König zu dienen. Sie besuchte Shayol Ghul innerhalb der ersten fünfundzwanzig Jahre nach dem Beginn des Zusammenbruchs, um ihren Eid abzulegen.

Sogar nach ihrer verhaltensändernden Metamorphose behielt sie noch ihren weltweiten Ruhm und machte Gebrauch davon, da ihre neue Zugehörigkeit unbekannt war, bis sie sich selbst erklärte. Auf viele Arten markierte ihre Erklärung an die Welt den Beginn des Krieges, denn noch bevor der Tag um war, war Devaille von Anhängern des Schattens überrannt worden, unterstützt von der ersten sich offenbarenden Trolloc-Armee.

Sowohl vor als auch nach ihrer Erklärung bewies sie es, geschickt bei Intrigen zu sein und machte Gebrauch von ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen über den Verstand, um die Sache des Dunklen Königs zu fördern. Vor dem Krieg können ihr nicht nur viele der generellen Unruhen sondern auch einige höchst zerstörerische Aufstände zur Last gelegt werden, und wahrscheinlich auch das seltsam schädliche Verhalten von verschiedenen Menschen in hohen Positionen sowie die Selbstmorde einiger Schlüsselpersonen.

Während sie kein militärischer Anführer im Feld war, war Gaendal verantwortlich für eine Menge bedeutender Erfolge und eine Vielzahl erfolgreicher Unterminierungsbemühungen. Eine Quelle besagt: "Graendal erobert Gebiete so sicher wie jeder der Schattengeneräle, aber ihr Schlachtfeld war der Verstand ihrer Feinde."

Nach ihrem Erwachen aus dem langen Schlaf innerhalb des Siegels übernahm Graendal einen Palast in Arad Doman, ausgestattet mit Sklaven, die sie aus den reichen und mächtigen Familien des Landes gestohlen hatte, und begann ihr Streben nach Macht, indem sie sich als die kränkelnde Lady Basene ausgab. [3]

Semirhage[]

Während Graendal eine überragende Heilerin des Geistes war, war die Frau, die besser als Semirhage bekannt wurde denn als Nemene Damendar Boann, eine ebenso weit bekannte Heilerin des Körpers. Nemene Damendar, eine ungewöhnlich große, dunkeläugige Frau, ausgezeichnet durch eine bemerkenswerte Gelassenheit und Grazie, war bekannt für ihre Fähigkeit, jede Krankheit zu heilen, sogar die Menschen von der Schwelle des Todes zurückzubringen, wenn alles andere versagt hatte. Sie wurde oft auf der ganzen Welt zu den schwierigsten Fällen gerufen, besonders bei denen, die mit dem Gehirn zu tun hatten.

Zusätzlich dazu, eine Wiederherstellerin zu sein, war sie auch eine Sadistin.

Ihre Befriedigung wurde oftmals zusammen mit der Heilung eingefordert. Ein bisschen mehr physischer und mentaler Schmerz war ein kleiner Preis dafür, zu überleben. Die meisten Patienten waren so dankbar, am Leben zu sein, dass sie keine Bemerkung über das Leid machten, das sie durch sie erfahren hatten. Bei den Menschen, die ihrer Meinung nach in der Gesellschaft nicht fehlen würden, hatten nicht so ein Glück. Wenn sie nicht durch die Folter starben, tötete sie sie hinterher. Sie genoss es zutiefst, ihnen das zu geben, das sie ihrer Meinung nach einfach verdienten - bis die Halle der Diener ihre Perversion entdeckte.

Es war einige Zeit nach der Bohrung des Stollens, als Nemene Damendars Geheimnis bekannt wurde, obwohl ihre Vorlieben sicherlich lange vor dem Einfluss des Dunklen Königs auf die Welt begannen. Von einer Delegation der Halle damit konfrontiert wurde ihr die Wahl gelassen: gegen Gewalt gebunden zu werden, um niemals mehr ihre Freuden zu erfahren, oder von der Einen Macht getrennt und in Schande von den Aes Sedai ausgeschlossen zu werden. Für sie war das keine Wahl. Sie wurde eine der ersten, die die Reise nach Shayol Ghul antraten, eine der ersten, die ihre Seele dem Dunklen König verschrieben.

Es ist bewiesen, dass sie viel zu den Aufständen der letzten Hälfte des Zusammenbruchs beitrug. Auf der einen Seite war da der Einfluss auf die Öffentlichkeit, dass jemand so prominentes wie sie zum Schatten übergewechselt war. Auf der anderen Seite stand ihre Behandlung von entführten Mitgliedern der Halle der Diener. Wütend auf die Halle, dass sie es wagten, den Wert ihrer Opfer über den ihren zu stellen, benutzte Semirhage ihre Verbindung zum Großen Herrn, um sie bezahlen zu lassen. Sie benutzte ihr Wissen über den menschlichen Körper und ihre Fähigkeiten, Vergnügen und Schmerz zu bereiten, als sehr effektive Mittel zur Folter. Ihre Rache war jedes mal vollendet, wenn ein weiteres Mitglied der Halle, nachdem er ihre Aufmerksamkeit erhalten hatte, öffentlich seine Zugehörigkeit zum Schatten erklärte. Nur wenige widerriefen diese Verkündung, und wenn, dann nur nach einer langen Behandlung durch die Wiederhersteller. Sogar jene, die schließlich vollständig wiederhergestellt worden waren, hatten für den Rest ihres Lebens mehr Angst davor, ihr wieder in die Hände zu fallen, als vor irgend etwas anderem auf der Welt.

Während des Krieges führte sie verschiedene Kommandos auf dem Schlachtfeld, sich selbst als General von nur durchschnittlichen Fähigkeiten erweisend. Sie regierte einige besetzte Territorien, und ihre Regierung wurde geprägt von einer Brutalität und Grausamkeit, die sogar unter den Verlorenen ohne gleichen war. Sie zwang die Bewohner einiger besetzter Städte zur Kooperation, indem sie einen nach dem anderen durch die Folter zum Tode brachte. Und obwohl diese tausende von brutalen Toden sehr hoch in der Anzahl waren, waren sie regelrecht niedrig bei der schieren Grausamkeit, verglichen mit einigen ihrer anderen Taten. Es war bei kleinen Gruppen oder einzelnen Personen, dass sie die Zufügung von Schmerz regelrecht zur Kunst erhob. Sie verbrachte viele Stunden damit, zu "studieren", wie Schmerz den menschlichen Willen und die Würde brechen konnte, und wozu Menschen gebracht werden konnten, um mehr Schmerz zu vermeiden. Sie behauptete, es gäbe keine Grenzen, außer wenn jemand es schaffte, ihr durch den Tod zu entkommen. Semirhage nutzte ihre Techniken, die sie an Mitgliedern der Halle der Diener perfektioniert hatte, während sie während des Zusammenbruchs gesucht wurde, an gefangenen Soldaten und Zivilisten, die danach auf Missionen gegen ihre ehemaligen Kameraden geschickt wurden. Diese Missionen wurden immer ausgeführt, außer sie wurden vorher entdeckt. Berühmte Gefangene wurden immer ihr übergeben, um sie zum Schatten zu bekehren. Es war Semirhage, die entdeckte, dass ein Zirkel von dreizehn Aes Sedai, dreizehn Myrddraal wie eine Art Filter benutzend, jeden Machtlenker zum Schatten bekehren konnte, obwohl sie es immer vorzog, Aes Sedai selbst zu bearbeiten. Sie hasste jeden, der sich Aes Sedai nannte, und hatte größtes Vergnügen dabei, sie durch langsame Steigerung persönlich zu brechen, so dass sie bis zum Ende mitbekamen, was geschah.

Semirhage führte auch ein Netzwerk mit dem Ziel, Verräter und Spione auszurotten, nicht nur in den besetzten Gebieten, sondern auch unter den Befürwortern des Dunklen Königs. Ihr Ruf war so groß, dass spezielle Vorbereitungen getroffen werden mussten, um Gefangene, egal ob sie dem Schatten dienten oder dem Licht, vom Selbstmord abzuhalten, bevor man ihnen mitteilte, dass sie ihr übergeben werden würden.

Sie zog es einerseits vor, ihren perfekt geformten Körper in schwarz zu kleiden, vermutlich weil Lanfear weiß trug, und andererseits um ihre "Patienten" einzuschüchtern, Semirhage konnte sehr furchteinflößend wirken, oder mütterlich und sanft. Als das Siegel sie frei ließ, erwachte sie in einer Welt, die angefüllt war mit Menschen, welche viel empfänglicher waren für ihre Fähigkeiten als jene ihres Zeitalters. Sie ist derzeit lebendig und auf freiem Fuß.

Mesaana[]

Anders als von Semirhage oder Graendal sagte man von der Verlorenen Mesaana, dass sie sich dem Dunklen König zu wandte, weil sie eben nicht die beste auf ihrem Gebiet war. Saine Tarasind war eine Frau von durchschnittlichem Aussehen und durchschnittlicher Größe, dickköpfig, praktisch veranlagt und intelligent, obwohl sie oft als verträumt bezeichnet wurde wegen ihrer Selbstbezogenheit. Es wird gesagt, dass sie immer an wirklicher Macht interessiert war, nicht nur an einem Anschein davon. Der äußere Schein war ihr niemals wichtig. Sie wollte unbedingt eine erfolgreiche Forscherin sein. Sie verbrachte ihre Jugend damit, auf dieses Ziel hinzuarbeiten, wollte an vorderster Front bei den Entdeckungen dabei sein. Aber ihre Träume wurden zerstört, als ihr ein Platz am Collam Daan verwehrt wurde. Der Vorstand bezeichnete sie als "ungenügend für die Forschung", aber stimmte zu, ihr das Unterrichten von Studenten zu erlauben.

So fand sie sich selbst wieder, wie sie Vorträge über die Entdeckungen anderer hielt, verbreitete altes Wissen, wo sie sich danach sehnte, neues zu erforschen. Sie war nichts als eine einfache Lehrerin - bis sie zum Schatten überwechselte und als Mesaana einen Weg fand, es ihnen allen zu zeigen.

Während des Krieges führte sie mehrere Schlachten für den Schatten und erwies sich als bestenfalls ausreichende Generälin, aber als Gouverneurin besetzter Gebiete blühte sie auf. Ihre Regierung war geregelt und effizient, soweit diese Dinge von den Verlorenen geschätzt wurden, was bedeutet, dass Grausamkeiten genauso geregelt waren, wie Steuern und Müllentsorgung. Den normalen Grausamkeiten fügte Mesaana ihre eigene Finesse hinzu. Sich auf ihre erheblichen Fähigkeiten als Lehrerin berufend entwickelte sie Lernsysteme, die von anderen Verlorenen kopiert wurden; es ist auch möglich, dass sie die Erziehung in anderen als ihren eigenen Gebieten leitete.

Diese Schulen korrumpierten oder zerstörten mehr als eine Generation von Kindern in den eroberten Gebieten. Sie wurden wurden vom frühsten Kindesalter an dazu gebracht, nicht nur einander sondern auch ihre Eltern und Nachbarn auszuspionieren und zu berichten; und das war nur der geringste Schaden. Unter ihrer Anleitung wurden Gruppen von Kindern und Jugendlichen dazu ermutigt, alles zu zerstören, das in ihren Augen von der Herrlichkeit des Dunklen Königs ablenken konnte, besonders Museen, Bibliotheken und Forschungseinrichtungen. Die alte Ordnung, die alte Welt, war dabei, ausgerottet und ausgelöscht zu werden. Diese Gruppen jagten und töteten Lehrer von den alten Schulen und höheren Instituten, Wissenschaftler der Forschungseinrichtungen, Bibliothekare und Museumskuratoren und Vertreter der ehemaligen Regierung. Viele Mitglieder dieser Gruppierungen verrieten ihre eigenen Eltern und Verwandten, und in der zweiten Hälfte des Krieges führten sie sogar Exekutionen aus, meistens spontan, aber zeitweise nutzen sie auch "Gerichte", die nur aus Kindern bestanden. Der bleibende Effekt auf die Erinnerung der Menschheit kann in einem Fakt zusammengefasst werden. Während der Zerstörung der Welt plünderten, töteten und zerstörten Räuberbanden fast wie in einem Rausch, nur um zu sehen, ob sie den männlichen Aes Sedai zuvorkommen konnten; der gängige Name für diese Räuberbanden war "Mesaanas Kinder".

Es wird erwähnt, dass Mesaana zur Zeit der Versiegelung des Stollen gerade in den mittleren Jahren war, ein bisschen mehr als dreihundert. Nach ihrer Flucht aus dem Siegel versteckte sie sich in der Weißen Burg, und es wird angenommen, dass sie sich noch dort befindet.

Moghedien[]

Moghedien, die Spinne, vermied jegliche Art von Risiko einzugehen, aber nicht aus angeborener Vorsicht. Die kräftig gebaute, gut aussehende, dunkelhaarige Frau wurde Spinne genannt, weil sie es vorzog, ungesehen im Schatten zu lauern, bis ihre Beute sicher in ihrem Netz gefangen war, als sich einer offenen Konfrontation zu stellen.

Bevor sie zum Schatten wechselte, war Lillen Moiral eine "Sachbearbeiterin für Investitionen", ein Beruf, den keine Quelle erklärt. Was auch immer ihre Arbeit enthielt - es ist bekannt, dass sie mehrmals verwarnt wurde und sogar diszipliniert, weil sie die ethnischen Grundsätze und die sie umgebenden Gesetzte missachtete.

Sie lief lange vor dem Anfang des Krieg des Schattens zum Schatten über, schaffte es aber, ihre Verbindung geheim zu halten, bis der Krieg schon mehrere Jahre im Gange war. Während dieser Zeit agierte sie als Spionin und Lockspitzel, wobei sie sich eine mittlere Position in Lews Therins Kommandostab gesichert hatte. Verschiedene große Katastrophen in den frühen Jahren des Krieges können direkt auf ihre Machenschaften zurückgeführt werden.

Moghedien wurde als geborene Drückebergerin beschrieben und als ein ausgesprochener Feigling, der diejenigen verspottete, die bereit waren, Risiken einzugehen, aber gleichzeitig neidisch auf ihre Erfolge war und sie hasste, weil sie sicher war, dass sie sie dafür verachteten, dass sie zögerte. Es ist bekannt, dass einige der anderen Verlorenen tatsächlich auf sie herabsahen, obwohl diejenigen, die sie zu sehr verachteten, normalerweise nur lange genug lebten, um es zu bereuen. Viele Menschen lebten nicht lange genug, um es zu bereuen. Während sie nicht dafür bekannt war, einem Feind direkt gegenüber zu treten, solange sie nicht die Oberhand hatte oder dazu gezwungen war, sagte man von ihr, das sie sich an eine Beleidigung erinnern würde, bis das Rad der Zeit aufhört sich zu drehen.

Wie aufgedeckt wurde, dass sie den Schatten unterstützte, ist nicht bekannt, aber die Aufzeichnungen sagen, dass sie der Gefangennahme gerade so entkam und dass mehrere tausend Menschen, von denen nur wenige zu ihren Häschern gehörten, während dieser Flucht zum Spaß getötete wurden, eine Art Sabotage eines öffentlichen Transportmittels.

Bekanntermaßen führte sie ein sehr effizientes Geheimdienst- und Sabotagenetzwerk an, eines das vielleicht tatsächlich schon lange vorher unter ihrer Kontrolle stand. Einige Quellen sagen, dass Moghedien ebenso viele Tode angelastet werden können wie jedem General des Schattens, aber die wenigsten ihrer Opfer waren Soldaten.

Ihr größter Vorteil waren ihre Fähigkeiten in der Welt der Träume, Tel'aran'rhiod. In seiner Dimension übertrafen ihre Fähigkeiten sogar die von Lanfear, ungeachtet von deren Herrschaftsansprüchen. Sie strebte niemals danach, Lanfear in der fleischlichen Welt gegenüber zu treten oder sie herauszufordern, da sie dort nicht darauf hoffen konnte, sich mit Lanfears überragender Stärke messen zu können.

Nach ihrer Flucht aus dem Stollen,sah man sie als Bedienstete verkleidet in Tanchico [4] und Amador. [5] Von Nynaeve gefangen genommen [6] wurde sie als Gefangene unter dem Pseudonym Marigan gehalten, später wurde sie von dem Wesen namens Aran'gar befreit. [7] Es wird angenommen, dass sie auf freiem Fuß ist.

Osan'gar und Aran'gar[]

Zwei neue Namen, die zur Liste der Verlorenen hinzugefügt wurden, sind keine neuen Mitglieder der dreizehn. Es sind vielmehr zwei, die getötet wurden und denen vom Großen Herrn der Dunkelheit neues Leben und neue Körper gegeben wurden. Ihre Identitäten vor ihrer Wiedergeburt sind unbekannt, außer dass beide männlich waren. Sie wurden aus dem Todesschlaf gezogen und in Körpern platziert, die aus den Grenzlanden gestohlen wurden - ein Mann, der in Osan'gar umbenannt wurde und eine Frau, Aran'gar. Beide beweisen, dass Herr des Grabes ein passender Name für den Dunklen König ist; er kann sogar den Tod besiegen, solange es kein Tod durch Baalsfeuer war.

Das Paar wurde nach dem Links- und Rechtshänder-Dolch einer antiken und tödlichen Form des Duells benannt, die kurz vor dem Krieg der Macht beliebt war. Osan'gar war ein mittelalter, eher durchschnittlich aussehender Mann. Aran'gar war, warum auch immer, eine Schönheit. Mit einem ovalen Gesicht, funkelnden grünen Augen und glänzendem schwarzem Haar hatte sie zudem einen üppigen, geschmeidigen Körper, einer Daien-Tänzerin angemessen. [8]

Das waren die ersten Verlorenen, die vom Dunklen Lord selbst benannt wurden. Sie waren Werkzeuge zu seinem Gebrauch, fast wie die vergifteten Dolche, die ihre Namensväter waren.

Schattenfreunde[]

Männer und Frauen, die die Macht nicht lenken konnten, waren genauso empfänglich für Versprechen von Macht und Unsterblichkeit. Durch die Berührung des Schattens geschürte niedere Emotionen wie Gier und Neid brachten viele dazu, die Eide abzugeben. Am Anfang betitelten sich diese Menschen selbst als Freunde des Schattens. In der heutigen Zeit sind sie einfach als Schattenfreunde bekannt. Wie die Verlorenen entstammen sie der Berührung des Dunklen Königs durch den Stollen. Anders als die Verlorenen haben sie die Unsterblichkeit noch nicht kennengelernt, aber sie haben seit über dreitausend Jahren als eine Gesellschaft überlebt, dienend und wartend auf Tarmon Gai'don: dem letzten Kampf.

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Unter den Freunden des Schattens gibt es viele Ebenen der Hingabe. Einige Extremisten sind sehr engagiert darin, die Freiheit des Dunklen Königs zu erreichen und dadurch Unsterblichkeit und Herrschaft für sich selbst, während diejenigen auf der niedrigsten Ebene einfach zu etwas gehören wollen, das größer ist als sie selbst, etwas Dunklem und Bösartigem. Einige der neusten Mitglieder glauben nicht wirklich, dass sie tatsächlich auf ihre Eide festgenagelt werden. Einige glauben vielleicht nicht einmal an die Existenz des Dunklen Königs.

Während das jetzige Zeitalter relativ wenige Freunde der Dunkelheit beinhaltet, die wirklich engagiert sind, verglichen mit denen, die Amateure sind, machen sie zusammen einen kleinen, aber signifikanten Prozentsatz der Gesellschaft aus. Jede Hauptstadt beinhaltet Zellen von Schattenfreunden. Eine Großstadt mit einhunderttausend Einwohnern enthält möglicherweise zwischen fünfhundert bis eintausend Schattenfreunden. Jede Stadt oder jedes Dorf, das von einem Fahrenden Händler besucht wird, beherbergt möglicherweise eine Zelle. Sogar die Kinder des Lichts, angeblich der Ausrottung aller Schattenfreunde verschrieben, und die modernen Aes Sedai sind nicht immun gegen die Infiltration jener, die mit dem Dunklen König verbunden sind. Um sich vor Entdeckung zu schützen kennen Schattenfreunde nur einen oder zwei andere; und sogar die meistens nicht einmal bei ihrem richtigen Namen. Jene in verwundbaren Positionen wohnen Zusammenkünften nur maskiert und verschleiert bei, so das niemand zu viel von ihnen weiß.

Während des Krieges um die Macht hatten sich mehr Freunde ernsthaft dem Großen Herrn verschrieben als in den heutigen Zeiten, größtenteils aufgrund der öffentlichen Herrschaft der Verlorenen und der Anzahl hochrangiger Personen, die sich zum Schatten wandten. Das Bedürfnis nach Geheimhaltung war nicht so groß, die Grenzen waren klar gezogen und nur Spione mussten komplett im Verborgenen bleiben. Freunde der Dunkelheit dienten als Kämpfer, Spione und Diener für den Großen Herrn und seine Kommandanten. Obwohl es bekannt war, das Freunde des Schattens ihre Eide verwerfen konnten, wie "niemand kann so lange im Schatten wandeln, dass er nicht wieder im Licht wandeln kann", nahmen wenige sie wieder zurück. Die Angst vor der Rache ihrer Schattenherren wegen des Brechens der Eide an den Dunklen König war eine große Abschreckung. Die Strafen für Fehler oder schlampige Arbeit waren schlimm genug; selbst die mutigsten Seelen dachten nicht gern an die Vergeltung fürs Eidbrechen. Die Trollocs und andere Konstrukte mussten gefüttert werden, und ein abgeschworener Freund des Schattens würde die Mägen von Schattengezücht genauso gut füllen wie jeder andere Mensch. Dem Dunklen König zu entsagen bedeutete nicht automatisch Vergebung für die Straftaten, die während dem Dienst für den Schatten begangen wurden. Freunde des Schattens konnten Erlösung finden, aber sie konnten ebenso gut Bestrafung, oftmals den Tod, führ ihre Verbrechen erhalten. Für die meisten Schattenfreunde beinhaltete der Gedanke an Erlösung nur den Gang ins Grab, was sie normalerweise dazu brachte, dem Schatten verschworen zu bleiben. Leben unter dem Schatten war immer noch Leben.

Anmerkungen[]

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