Rad der Zeit Wiki
Advertisement

Die Prüfung zur Stola ist die letzte Prüfung, die eine Frau absolvieren muss, bevor sie zur Aes Sedai erhoben wird. Genau wie die Prüfung zur Aufgenommenen unterliegt sie Bräuchen und Ritualen, die streng eingehalten werden müssen.

Übungen für die Prüfung[]

Die Aufgenommenen müssen einhundert Gewebe lernen und sie vollkommen fehlerlos weben, während sie in der Prüfung ihre Gelassenheit und Selbstbeherrschung wahren. Wenn ein Gewebe falsch gewebt wird, verursacht es Schmerzen oder Verwirrung oder andere kleine Strafen.

Um für die Prüfung zu üben, versuchen die Aufgenommenen gegenseitig, sich abzulenken, indem sie sich mit lauten Geräuschen, peinlichen Worten oder anderen Dingen ablenken, um die Gelassenheit der anderen zu zerstören und sich abzuhärten.

Um Moiraine und Siuan zu helfen, übt Elaida mit ihnen so hart, dass sie nur sehr wenige Gewebe nacheinander vollenden können - Moiraine schafft beim ersten Versuch nur zwölf, mit Siuan als Hilfe hatte sie siebenundsechzig geschafft - und vor Schmerzen nachts kaum Schlafen können. Es ist ein tatsächlicher Vorgeschmack auf die Prüfung, weshalb sie von Merean bestraft wird, als diese davon erfährt. Hätte sie weiter gemacht, hätte man das als Betrugsversuch werten können, und außerdem war es eine Quälerei für die beiden Aufgenommenen.

Formeln und Abläufe[]

Wann eine Frau bereit ist, bestimmen die Aes Sedai. Dabei ist es unerheblich, ob sie sich selbst bereit fühlt. Genau wie bei der Prüfung zur Aufgenommenen kann die Frau sich vorher weigern, die Prüfung abzulegen, sie wird jedoch nach der dritten Weigerung aus der Burg verwiesen. Sie wird ebenfalls aus der Burg verwiesen, wenn sie die Prüfung nach dem Antritt vorzeitig abbricht.

Die Frau wird mit folgenden Worten zur Prüfung gerufen:

"[Name]. Ihr werdet zur Prüfung für die Stola der Aes Sedai gerufen. Das Licht schütze Euch und erhalte Euch unversehrt."

 

Es ist nicht bekannt, ob eine bestimmte Schwester dabei den Prüfling zur Prüfung ruft, aber vermutlich ist es immer die Herrin der Novizinnen. [1] [2] Die Frau muss dann sofort mitgehen und darf kein einziges Wort mehr sagen, sobald sie sich unter der Oberfläche in den Kellerräumen der Burg befinden.

Der Weg zum Prüfungssaal führt durch die Kellergewölbe der Burg, die direkt in das Felsgestein der Insel Tar Valon gehauen und extra für diesen Zeitpunkt geputzt wurden. Auf der untersten Ebene befindet sich eine große Flügeltür, hinter der sich ein großer, runder Raum mit einer Kuppeldecke befindet. Er ist mit Kandelabern gesäumt, deren Licht von glänzenden weißen Steinwänden reflektiert wird. In der Mitte des Raumes befindet sich ein Ter'angreal in der Form eines großen, ovalen Ringes. Im Raum befinden sich sieben weitere Aes Sedai, eine von jeder Ajah.

Die danach folgenden zeremoniellen Worte bestehen aus einem Wechsel von Fragen und Antworten zwischen der Aes Sedai, die zur Prüfung gerufen hat, und dem Prüfling. [3] Während dessen und im ganzen Verlauf der Prüfung muss die Frau perfekte Selbstbeherrschung und Gelassenheit zeigen.

"Kommt herbei. [Name], Ihr kommt in Unwissenheit. Wie wollt ihr gehen?
In Selbsterkenntnis.
Aus welchem Grund seid Ihr hergerufen worden?
Um geprüft zu werden.
Aus welchem Grund sollte man Euch prüfen?
Damit ich erfahre, ob ich würdig bin.
Wofür sollte man euch würdig befinden?
Die Stola zu tragen."

 

Nach diesen Worten muss die Frau sich vollständig entkleiden, denn wie die Prüfung zur Aufgenommenen erfordert auch die Prüfung zur Stola vollkommene Nacktheit.

Als nächstes erhält die Frau Instruktionen, wie sie sich im Ter'angreal verhalten hat, und die ihr vorher noch nicht erklärt worden sind, da keine Aufgenommene weiß, was sie bei der Prüfung zur Stola erwarten wird. Die meisten glauben, dass die Aes Sedai, die sie prüfen, sie ähnlich ablenken werden, wie sie es bei ihren Übungen zur Prüfung tun.

"Darum werde ich Euch instruieren. Ihr werdet dieses Zeichen auf dem Boden sehen. [Ein sechszackiger Stern aus zwei sich überschneidenden Dreiecken.] Wenn Ihr dieses Zeichen seht, werdet Ihr Euch unverzüglich ruhigen Schrittes dorthin begeben, weder eilig noch zögerlich, und erst dann dürft Ihr die Macht umarmen. Das erforderliche Gewebe muss sofort beginnen, und Ihr dürft dieses Zeichen nicht verlassen, bis es vollendet ist. Nach Vollendung des Gewebes werdet Ihr das Zeichen erneut sehen, es wird Euch den Weg weisen und Ihr werdet ihn gehen, wieder stetigen Schrittes, ohne Zögern. Einhundert mal werdet Ihr weben, in der Reihenfolge, die man Euch gelehrt hat und in perfekter Selbstbeherrschung."

 

Die anwesenden Aes Sedai knien sich im Kreis um den Ter'angreal und beginnen, ein äußerst kompliziertes Gewebe zu lenken, das den Ter'angreal immer heftiger die Farben wechseln lässt. Nach einiger Zeit wird das innere des Ringes zu einer weißen, leuchtenden Fläche, heller als Schnee, deren Licht den Raum nicht heller macht, sondern statt dessen dunkler. Außerdem beginnt der Ring sich langsam zu drehen.

Sobald das geschieht, betritt der Prüfling den Ter'angreal und findet sich in einer anderen Welt. Die einhundert Szenarien, die die Frau nun erleben wird, sind jedes mal unterschiedlich und werden zum Teil vom Ter'angreal und zum Teil von den Schwestern hervorgerufen, die die Macht auf den Ter'angreal lenken. Die Frau vergisst, was sie an diesen Ort geführt hat, sobald sie sich im Ter'angreal befindet. Sie weiß nur, dass sie den sechszackigen Stern suchen und die erforderlichen Gewebe lenken muss, sobald sie auf dem Zeichen steht. Sobald sie das Gewebe vollendet hat, erscheint ein weiterer Stern, um ihr den Weg zu weisen, und wenn sie ihn erreicht hat, vergisst sie, was gerade geschehen ist und es erscheint ein neuer Stern auf dem Boden, wo sie das nächste Gewebe weben muss.

Alle Dinge, die sie im Ter'angreal erlebt, dienen dazu, ihre Gelassenheit und Selbstbeherrschung zu stören, entweder durch Scham, Angst oder weitere starke Emotionen. Alle Verletzungen, die sie erhält, bleiben bestehen, sobald sie ein neues Szenario betritt, doch sie kann sich genauso wenig erinnern, wie sie sie erhalten hat. Eine weitere Herausforderung ist dabei, dass die Frau nicht nur das erforderliche Gewebe lenken, sondern sich unter anderem auch mit Hilfe der Macht verteidigen muss. Während sie sich im Ter'angreal befindet, können die draußen sitzenden Schwestern alles sehen, was geschieht.

Sobald die Frau die Prüfung vollendet hat, und den Ter'angreal wieder verlässt, erinnert sie sich sofort wieder an alle Szenarien, die sie gerade erlebt hat. Es darf allerdings nicht über das gesprochen werden, was die Frau erlebt hat.

"Es ist getan. Nie soll jemand über das sprechen, was hier geschehen ist. Es ist an uns, das Schweigen mit der zu teilen, die es erlebt hat. Es ist getan. [Name], Ihr werdet die Nacht im Gebet und in der Meditation über die Bürden verbringen, die Ihr morgen auf Euch nehmen werdet, wenn Ihr die Stola einer Aes Sedai anlegt. Es ist getan." in Das Ende (Kapitel)

 

Nach dem Ende der Prüfung erhält sie eine Heilung für ihre Verletzungen und verbringt die Nacht in Meditation, bis sie am nächsten Tag offiziell zur Aes Sedai erhoben wird und ihre Ajah wählt.

Gewebe für die Prüfung zur Aes Sedai[]

Für die Prüfung zur Stola müssen einhundert Gewebe gewebt werden, alle perfekt, während man perfekte Gelassenheit bewahrt. Die Aes Sedai, die während der Prüfung anwesend sind, werden dabei mehr oder weniger hart versuchen, die Frau zum Scheitern zu bringen.

  1. Das erste Gewebe ist eine kleine, etwa münzgroße Scheibe aus Luft. [4]
  2. Das zweite Gewebe benötigt alle fünf Mächte. [4] Die (unvollständige) Folge lautet
    • Luft und Feuer
    • Luft
    • Geist
    • Feuer und Erde
    • Luft
    • Geist und Wasser
    • Erde
    • Luft
    • Geist und Erde
    • Luft
    • Feuer
    • Wasser
    • Erde und Geist
    • Fünf Mächte.
  3. Das dritte Gewebe besteht aus Luft, Erde und Geist. Es ist ein kompliziertes Gewebe, Moiraine beschreibt es wie "das feinste Spitzentuch aus Mandira". [2]
  4. [4-99] sind unbekannt
  5. Das einhundertste Gewebe produziert einen Schwarm bunter Leuchtpunkte, wenn man es richtig macht. Wenn man es falsch macht, ruft es eine schmerzhafte Rötung auf der Haut hervor, wie bei einem schlimmen Sonnenbrand. [2]

Anmerkungen[]

Advertisement