Rad der Zeit Wiki
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Vorwort

Die Welt seit der Zerstörung

Im Land

"Die Grenzlande" ist das achtundzwanzigste Kapitel von Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit.

© Robert Jordan, Übersetzung von Nessaia Quelle: http://wot.books.free.fr/world/

Die Grenzlande[]

Shienar, Arafel, Kandor und Saldaea[]

"Der Tod ist leichter als eine Feder, die Pflicht ist schwerer als ein Berg."
- Sprichwort in Shienar

Den Schatten zurückhalten[]

Im weiten Norden des Landes versucht die Korruption der Fäule unablässig, die verwundbaren menschlichen Siedlungen entlang seiner Grenzen zu überfallen. Die Kreaturen des Schattens wurden zum Ende der Trolloc-Kriege in die Fäule zurückgetrieben, doch nur der Mut und die Hingabe der Grenzland-Krieger haben sie dort gehalten. Shienar, Saldaea, Arafel und Kandor sind einzelne Nationen, jede souverän und unabhängig, doch sie teilen ein gemeinsames Schicksal als Wächter gegen den Schatten. Sogar wenn der Rest des Landes im Frieden liegt, endet ihr Kampf nie. Doch das Ringen, die Grenzen zu halten, ist eine schwere Belastung. Etwas weniger als eine Generation zuvor gab es fünf Grenzland-Nationen statt vier. Nun erinnern nur noch zerbrochene Türme und verseuchte Seen an die Nation Malkier.

Die verlorene Grenzland-Nation Malkier, einst blühend unter dem Banner des Goldenen Kranichs. Es war bekannt für sein Halsband aus tausend Seen und seine sieben großen Türme, so wie auch für seine Helden. Jetzt ist das einzigen Überbleibsel dieser Nation außerhalb der Fäule sein ungekrönter König, al'Lan Mandragoran, Sohn des letzten regierenden Königs al'Akir Mandragoran, und Erbe des verlorenen Throns. Malkier fiel unter der Fäule im Jahr 953 NÄ, dem Jahr, in dem Lan geboren wurde. Obwohl er noch ein Baby war, ernannten ihn seine Eltern zum Dai Shan, einem mit dem Diadem gekrönten Schlachten-Lord, und weihten ihn zum König. Das antike Schwert der Malkieri-Könige, eine mit der Macht geschmiedete Klinge, wurde ihm gegeben. Sein Leben wurde verschworen: "um gegen den Schatten zu stehen solange wie Eisen hart ist und Stein es ertragen kann. Die Malkieri zu verteidigen, solange noch ein Tropfen Blut übrig ist und zu rächen, was nicht verteidigt werden konnte." Sie sandten ihn dann aus der verdammten Nation, wobei viele seine Sicherheit mit ihrem Leben bezahlten, während sie sich ihrer letzten Schlacht stellten.

Das Kind wurde von den Shienarern aufgenommen und aufgezogen. Er vergaß seine Eide nie. Im Alter von sechzehn begann er einen Ein-Mann-Krieg gegen die Fäule und den Schatten. Genannt Aan'allein oder "Mann, der ein ganzes Volk ist", wurde Lan ein Schwertmeister mit seiner machtgeschmiedeten Klinge. Er hätte seinen hoffnungslosen Kampf vermutlich bis zum Tod fortgeführt, hätte es die Intervention von Moiraine Damodred im Jahr 979 NÄ nicht gegeben. Irgendwie überzeugte sie ihn, dass er besser als ihr Behüter dienen würde, und band ihn. [1]

In einem Versuch, dem gleichen Schicksal zu entgehen, haben die Grenzlande Signaltürme entlang der gesamten Grenze der Fäule aufgestellt, im Abstand von jeweils einer halben Meile. Diese hohen Steintürme ermöglichen gute Sicht und sind so gebaut, dass sie leicht zu verteidigen sind; sie besitzen große Spiegel, um tagsüber Signale zu senden, und große eiserne Kohlepfannen, um nachts Signalfeuer zu entzünden. Wenn eine potentielle Bedrohung von einem Wächter entdeckt wird, signalisieren sie einem System von Türmen, die weiter von der Grenze entfernt sind, und die die Nachricht weiter in die inneren Festungen leiten. Die Festungen entsenden dann ihre Lanzenreiter, um die Feinde zurück in die Fäule zu drängen. Die gleichen Signaltürme können benutzt werden, um die Bevölkerung zu warnen, sich in die Sicherheit der Festungen zurückzuziehen.

Die Wächter sind extrem aufmerksam, doch Schattengezücht kommt trotzdem über die Grenze. Myrddraal sind teilweise schwer zu entdecken wegen ihrer menschenähnlichen Erscheinung und ihrer Fähigkeit, von Schatten zu Schatten zu reisen. Aus diesem Grund ist es in den Grenzlanden Gesetz, dass niemand innerhalb der Stadtmauern seinen Kopf verhüllen oder sein Gesicht verdecken darf. Ein Halbmann kann nur an Menschen vorbei, wenn sein Gesicht beschattet oder versteckt ist. Zusätzlich dazu ist jede Straße und Allee nachts immer gut beleuchtet, um so viele Schatten wie möglich zu eliminieren. Die Schlacht gegen die Fäule betrifft jeden Einwohner. Obwohl nur wenige Krieger sein können, ist sich jeder Einwohner wohl bewusst, dass er oder sie Teil des Kampfes ist.

Trotz ihrer gemeinsamen Sache, oder vielleicht deswegen, sind die Grenzland-Nationen sehr stolz auf ihre Unterschiede. Die Schlacht ist die gleiche, der Ehrenkodex ist ähnlich, doch ihre Bräuche und Kleidung sind oft sehr unterschiedlich.

Das Auge der Welt[]

Junge Männer der Grenzlande versuchen sich oft zu beweisen, indem sie zu der großen Aufgabe ausziehen, das Auge der Welt zu finden, fast wie jene in Illian das Horn von Valere jagen. Alles, was über das Auge bekannt war, war, dass es ein großer Gegenstand der Macht war, versteckt irgendwo tief in der Fäule, nur bewacht vom Grünen Mann innerhalb seines verzauberten Hains. Es wurde gesagt, dass es auf jene wartet, deren Not groß genug ist. Unter den Legenden über den Hain sagt eine, dass niemand in der Lage wäre, es zwei mal zu finden, da es sich ständig bewegt. Die wenigen, die dort waren sagen, dass es nicht der Ort ist, der sich bewegt, sondern der Ort der Person, die es benötigt.

Das Auge ist (oder war) ein Brunnen der puren Essenz von Saidin, nur von einem Mann benutzbar. Es wurde während der ersten Tage der Zerstörung von einhundert zusammenarbeitenden Aes Sedai Männern und Frauen geschaffen. Sie starben bei der Erschaffung, doch sie sicherten seine Reinheit trotz des Makels. Dem Grünen Mann wurde die Aufgabe übertragen, es zu bewachen für die Not, die kommen würde, da sie wussten, dass sie nicht überleben würden, um es zu bewachen.

Neuigkeiten aus Fal Dara bestätigen, dass das Auge nicht länger existiert, dass die Not, für die es gedacht war, eingetroffen ist. Wenn dem so ist, müssen die jungen Männer der Grenze anderswo nach einer großen Aufgabe suchen, um ihren Mut zu beweisen.

Shienar[]

"Friede behüte dein Schwert."
-Segen eines shienarischen Kriegers

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Sigil

Ein angreifender schwarzer Habicht; der Schwarze Habicht.

Banner

Ein schwarzer, angreifender Falke auf einem Feld von drei blauen und zwei weißen horizontalen Streifen.

Hauptstadt

Fal Moran

Symbole

Das Weiße Herz, persönliches Zeichen von König Easar.

Shienar ist ein Ort starker Kontraste. Im fernen Nordosten, flankiert von den Bergen des Verderbens und dem Rückgrat der Welt, ist es die letzte Bastion der Zivilisation an der scharfen Ecke der öden Korruption der Fäule und den Gefahren der Aiel-Wüste. Die Winter dort sind kalt genug, dass die Bäume explodieren, weil der Saft in ihnen gefriert, doch nur ein kurzes Stück entfernt verschmachtet die Fäule in unnatürlicher Hitze, bedrückend genug, um den Willen eines starken Mannes aufzuzehren.

Der Kampf ums Überleben an der Grenze der Fäule beeinträchtigt jeden Aspekt des Lebens und der Gedanken eines shienarischen Kriegers. Fragt man irgend einen, welche drei Dinge er sich am meisten wünscht, wird er mit Sicherheit das folgende antworten: Frieden - denn er kennt nur Krieg. Schönheit - denn die Fäule ist gefüllt mit Hässlichkeit. Und am meisten von allem, Leben - denn er hat sich selbst schon dem Tod verschworen. Für diese Männer ist der Tod sicher. Somit ist es die Lebensqualität, die zählt, die erlangte Ehre, nicht die Menge an materiellem Besitz. Jeder lebt sein Leben vorbereitet für den Kampf, beschützt von schwerer Kleidung und Rüstung, doch im Tod wird jeder nackt in die einladende Erde des Grabes gelegt, ohne Sarg oder Totenhemd, um seinen Körper zu beschützen. Sie glauben, dass alles aus der Erde kommt, und in sie müssen sie zurückkehren, wie sie gekommen sind, nackt und unbewaffnet, in die letzte Umarmung der Mutter.

Alle berittenen shienarischen Krieger sind bekannt als Lanzenreiter wegen der Kampflanzen, die sie tragen. Sie sind mit Sicherheit die beste schwere Kavallerie des Landes. Sie sind außerdem leicht zu erkennen, da jeder kämpfende Mann sein Haar in einem Knoten auf dem Kopf trägt, den Kopf darum teilweise rasiert. Seine Waffen sind immer schnell zur Hand, wobei die meisten Krieger ein oder zwei Langschwerter auf den Rücken geschnallt tragen und am Gürtel ein Breitschwert, eine Axt oder eine Keule. Sogar in der Sicherheit der Festungen hängen Waffen griffbereit an jeder Wand, oder auf Ständern nahe an jedem Bett. Die Rüstung ist normalerweise eine Kombination aus Leder, Kettenpanzer und Platte, oft bedeckt von einem Surkott mit dem Schwarzen Habicht darauf. Ihre kräftigen Schlachtpferde sind ebenfalls gerüstet, mit stählernen Rossharnischen, die den verwundbaren Kopf, Nacken und die Brust beschützen. Der Verlust eines Pferdes kann sogar für einen geübten Kämpfer in der Schlacht mit Trollocs den Tod bedeuten.

Jede große shienarische Stadt ist als gut zu verteidigende Festung angelegt. Wo auch immer es möglich ist, ist die Stadt auf höher liegendem Boden angelegt, um das umgebende Land zu übersehen. In einem Umkreis von einer halben Meile oder mehr um jede Stadt ist alles abgeholzt, um Überraschungsangriffe zu vermeiden; nichts größeres als geschnittenes Gras darf bleiben. Dieser Mangel an Verstecken so wie die hohen Aussichtstürme in den Stadtmauern machen es für alles unmöglich, ungesehen heran zu kommen. Die beeindruckenden Stadttore sind verstärkt mit Eisen, um sicherzustellen, dass alle feindlichen Truppen, denen es gelingt, das Feld zu überqueren, keinen leichten Zugang finden.

Shienar wird von König Easar aus dem Hause Togita aus der Stadt Fal Moran regiert, doch wie die meisten Grenzland-Herrscher verbringen Easar und seine Söhne mehr Zeit im Sattel mit der Verteidigung seines Landes, als damit, Audienzen zu geben. Fal Moran ist das Herz und die Seele von Shienar, doch es sind die Festungen näher an der Grenze zur Fäule, so wie Fal Dara, die den wahren Geist dieses Landes ewiger Kämpfe verkörpern.

Fal Dara[]

Fal Dara liegt nahe der Grenze zur Fäule, und ist Teil der finalen Verteidigungslinie zwischen dieser und den Städten und Bauernhöfen weiter südlich im Land. Seine Mauern, gespickt mit Türmen, schließen Läden, Schenken und Wohnhäuser um die zentrale Festung ein. Nur Farmergemeinden liegen außerhalb seines Schutzes. Die meisten Häuser innerhalb und außerhalb der Mauern haben scharfe, spitze, mit hölzernen Schindeln bedeckte Dächer, die beinahe bis auf den Boden reichen. Dieses winklige Design verhindert das zerstörende Auftürmen von Schnee und Eis während der langen Winter. Im Zentrum von Fal Dara beschützen ein trockener Burggraben, tief und breit mit scharfen Spitzen, die in den Boden eingebettet sind, und eine zweite Verteidigungsmauer, besetzt mit mehr Türmen, die Innere Festung, ein massiver Bau aus Stein auf dem höchsten Punkt des Hügels. Die Festung ist das Heim des Herrn von Fal Dara, Agelmar Jagad, sowie seiner Familie, Diener, Krieger und Lehnsmänner. Seine Festung, wie die Mauern die sie und die Stadt darum beschützen, sind eher für Stärke als für Schönheit gebaut, doch es gibt eine ernste Eleganz in den harten Linien jeder Mauer und Schönheit in den massiven Steinen.

In den Jahren vor den Trolloc-Kriegen wurde die Stadt an diesem Ort Mafal Dadaranell genannt. Es war eine von Ogiern gebaute Stadt bestehend aus hohen Türmen, graziösen gewölbten Gebäuden und verschachtelten Palästen mit breiten Alleen. Doch nichts war stark genug, die Wellen von Schattengezücht, die aus der Fäule strömten, zurückzuhalten. Als die Trolloc-Kriege schließlich endeten, war Mafal Dadarenell verschwunden, bis auf den Grund ausradiert. Jene, die überlebt hatten, entschieden sich, eine neue Stadt am Ort der alten zu bauen, doch die Ogier-Steinmetze waren fort. Anstatt eine ärmliche Imitation zu erschaffen, ersetzten sie das komplizierte Design durch Einfachheit. Eine einzelne wurde so anstelle eines Gartens platziert; die einfache Festung von Fal Dara anstatt der Stadt Mafal Dadaranell.

Obwohl nicht alle shienarischen Städte und Festungen eine so interessante Geschichte haben, sind alle stärker durch die geteilte Bedrohung verbunden, als durch ihre Zugehörigkeit zur Nation. Ankor Dail hält die östlichen Sümpfe und bewacht das Rückgrat der Welt. Andere Festungen wie Mos Shirare, Fal Sion und Camron Caan sichern jeweils einen wesentlichen Teil der Verteidigung von Shienar, und jede hat ihre eigenen Geschichten und ihre eigenen Helden.

Arafel[]

"Das Tanzen ist süßer auf der Kante eines Schwertes."

-Sprichwort in Arafel.

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Sigil

Eine rote und eine weiße Rose; die Rosen.

Banner

Drei weiße Rosen auf einem roten Feld, geviertelt mit drei roten Rosen auf einem Weißen Feld.

Hauptstadt

Shol Arbela

Arafel liegt gleich westlich von Shienar und besteht aus felsigerem Land als Shienar. Die Männer sind leicht zu erkennen an ihrem charakteristischen Haar. Sie tragen es in zwei langen Zöpfen, normalerweise mit silbernen Glöckchen an den Zopfenden. Die meisten der Einwohner von Arafel sind blasshäutig und scheinen ungewöhnlich große Augen zu haben. Wie alle Grenzländer bewahren die Arafellianer eine starke militärische Tradition als Schutz gegen Kreaturen aus der Fäule. Arafellianische Krieger sind geübte Schwertkämpfer. Sie tragen immer zwei Schwerter, beide auf den Rücken geschnallt, ein Griff über jeder Schulter, und sind in der Lage, beide gleichzeitig zu benutzen, eines in jeder Hand. Die Nation wird derzeit von König Paitar Nachiman regiert, dessen Schwester Kiruna eine Aes Sedai der Grünen Ajah ist.

Kandor[]

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Sigil

Ein aufsteigendes rotes Pferd; das Rote Pferd.

Banner

Das rote Pferd auf einem Feld von blassem Grün.

Hauptstadt

Chachin

Kandor liegt zwischen den Nationen Arafel und Saldaea, an der Grenze zur Fäule. Obwohl die Kampfkünste hier so hoch entwickelt sind, wie in jeder anderen Grenzland-Nation, haben die Kandori auch die Fähigkeit zum Handel und als einziges der Grenzlande eine hoch respektierte Gilde für Händler. Obwohl Chachins Nähe zur Fäule es davon abhält, ein Handelszentrum zu sein, haben die Händler einen guten Ruf entwickelt und viel Wohlstand gebracht. Kandori-Männer sind leicht zu erkennen durch ihre unverkennbaren gegabelten Bärte, wie auch durch die ein bis drei Silberketten, die über ihren Mänteln getragen werden. Kandori tragen normalerweise auf einen Ohrring, und die Ohrringe einiger erfolgreicher Händler sind sehr prunkvoll. Mitglieder des Adels tragen ebenfalls Ketten über ihren Mänteln und Ohrringe.

Die derzeitige Herrscherin von Kandor ist Königin Ethenielle Cosaru Noramaga.

Saldaea[]

"Mein Herz erhebt sich mit der Sonne. Zum Klingen der Schwerter sterben ich bei Sonnenuntergang..."

-Saldaeanisches Gedicht

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Sigil

Drei silberne Fische, einer über dem anderen; die Silbernen Fische.

Banner

Drei silberne Fische auf einem Feld von dunklem Blau.

Hauptstadt

Maradon

Saldaea ist die größte der Grenzland-Nationen. Sie erstreckt sich von den lückenlosen Klippen am Aryth-Meer, bekannt als das Ende der Welt, zum Fluss Arinelle und der nördlichen Ecke der Schwarzen Hügel, und bedeckt damit mehr als Shienar und Arafel zusammen. Ihre Herrscherin, die junge Königin Tenobia, hat einzelne Besitzungen, die größer sind als der gesamte Stadtstaat Mayene.

Die Menschen sind bekannt für ihre unverwechselbaren, schrägen, mandelförmigen Augen so wie ihre militärischen Fähigkeiten. Die saldaeanische Wildheit in der Schlacht ist der jeder anderen Grenzland-Nation mindestens ebenbürtig und ihre Reitfähigkeiten sind weitaus besser. Tatsächlich sind sie die beste leichte Kavallerie der bekannten Welt.

Die Saldaeanische Kavallerie kann berittene Übungen und Manöver vollziehen in Einheiten von bis zu neuntausend, ohne dass ein einziges Pferd oder ein einziger Reiter einen Fehler macht. Sie scheinen mehr im Sattel zu Hause zu sein, als auf dem Boden, diese Männer, die routiniert Tricks vorführen, die normalerweise nur von Gauklern gezeigt werden, doch alles auf dem Rücken von galoppierenden Pferden. Stehen im Sattel, auf den Füßen oder den Händen, zwei Pferde gleichzeitig reiten mit einem Fuß auf jedem Rücken, auf- und absitzen bei voller Geschwindigkeit und sogar das unter und um das rennende Tier kriechen sind keine ungewöhnlichen Manöver.

Der Marshall-General ist verantwortlich für die Verteidigung von Saldaea und das kommandieren des Militärs. Die Position wird derzeit von Lord Davram Bashere gehalten, der auch Königin Tenobias Onkel ist. Vor Bashere war Muad Cheade der Marshall-General. Er wurde für ziemlich wahnsinnig gehalten und war immer davon überzeugt, dass jemand versuchte ihn zu töten, doch jede Schlacht, die er kommandierte, endete mit einem entscheidenden Sieg. Sein Wahnsinn wurde toleriert als ein kleiner Preis für seine brillanten Strategien.

Krieg ist für Saldaea ein Familienereignis, wobei die Frauen zwar nicht tatsächlich an den Kämpfen teilnehmen, doch die Ehefrauen der meisten Offiziere und aller Adligen begleiten ihre Ehemänner traditionell auf alle militärischen Kampagnen, außer jenen in die Fäule. Obwohl Mädchen der Schwertkampf nicht beigebracht wird, sind viele sehr erfahren mit Messern oder im Faustkampf, und viele Geschichten erzählen von Frauen, die das Schwert ihres gefallenen Ehemannes aufnehmen, um die Männer zurück in die Schlacht zu führen. Ob diese Geschichten wahr sind oder nicht - es ist wahr, dass von einer hochgeborenen saldaeanischen Lady erwartet wird, den ganzen Tag mit der Jagd zu reiten, während sie Gedichte rezitiert, und dann in der Nacht die Zitter zu spielen, während sie sich intelligent an Diskussionen darüber beteiligt, wie man Trolloc-Angriffen begegnet. Der übliche Kleidungsstil für saldaeanische Frauen reflektiert ihre Willensstärke, bestehend aus einem hochgeschlossenen Kleid mit langen Ärmeln. Hochgeborene Frauen tragen normalerweise kunstvolle Stickereien an den Ärmeln und am Kragen, und das Kleid ist oft aus Seide oder Brokat. Bauernmädchen tragen den gleichen Grundstil, doch in Wolle. Diese Bauernmädchen sind genauso wild wie ihre höher gestellten, und bekannt dafür, den Kopf einer Frau zu rasieren, die dabei ertappt wurde, wie sie den auserwählten Mann einer anderen umwirbt. Männer und Frauen aller klassen reisen normalerweise bewaffnet mit mindestens einem Messer, obwohl in Saldaea Stahl nie gezogen wird, außer der Träger hat vor, ihn zu benutzen.

Die Wirtschaft von Saldaea ist stark, mit lebhaftem Handel mit Fellen von den Pelzjägern, feinen Hölzern aus den Wäldern und Eispfeffer von den Farmen. Diese Güter werden oft bis nach Mayene oder Tear verschifft, wo man einen guten Preis vom Adel verlangt.

Die Sa'sara[]

Trotz ihrer ansonsten beeindruckenden Tugend können saldaeanische Frauen extrem verführerisch sein. Die Ladys des Hofes sind bekannt für die Raffinesse ihrer Verführung, sie benutzen die Sprache der Fächer, um ihre Gedanken einem potentiellen Verehrer mitzuteilen. Die berüchtigte Sa'sara ist ein Tanz, der für seine Schamlosigkeit von einigen saldaeanischen Königinnen verboten wurde, und beinahe alle adligen Frauen wissen, wie man ihn tanzt, obwohl nur wenige das öffentlich zugeben würden. Die Sa'sara, wenn sie von einer getanzt wird, die die Bewegungen kennt, hat anscheinend die Fähigkeit, das Blut eines Mannes zum Kochen zu bringen. Die saldaeanische Geschichte berichtet von drei Kriegen, zwei Rebellionen und siebenundvierzig Vereinigungen und Fehden zwischen Adelshäusern, sowie unzähligen Duellen, die von Frauen, die die Sa'sara tanzten, verursacht wurden. Es gibt sogar eine Geschichte über eine besiegte Königin, die eine Rebellion niederschlug, indem sie für den siegreichen General tanzte. Es wird gesagt, dass er sie heiratete und ihren Thron wiederherstellte, doch die Geschichte wird von jeder Königin von Saldaea bestritten.

Anmerkungen[]

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