Rad der Zeit Wiki
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Vorwort

Die Welt seit der Zerstörung

Im Land

"Die Aiel" ist das zwanzigste Kapitel von Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit.

© Robert Jordan, Übersetzung von Nessaia Quelle: http://wot.books.free.fr/world/

"Bis der Schatten fort ist, bis das Wasser fort ist,
mit gefletschten Zähnen in die Schwärze,
bis zum letzten Atemzug wiederstehen,
am letzten Tag in Sichtblenders Auge spucken."
Aiel Eid

Die Wüste[]

Hauptartikel: Aiel-Wüste

Aiel.gif

Östlich des Drachenwalls und westlich der Klippen und der Schlucht von Shara liegt die Aiel-Wüste. Genannt Djevik K'Shar, "die Sterbegründe" in der Trolloc-Sprache, ist es ein brutales, felsiges und wasserloses Land, das unbewohnbar scheint. Und doch ist diese Wüste die Heimat der Aiel, einer Rasse von Menschen so wild und hart wie ihre zerklüftete Umwelt. Diese großen, blonden Menschen sind tödliche Kämpfer und erfahrene Spurenleser, wobei sowohl Männer als auch Frauen als Krieger dienen. Sie werden für die tödlichsten Kämpfer des Kontinents gehalten, wenn nicht sogar der Welt, sie verschleiern ihre Gesichter, bevor sie töten, und haben eine wohlverdiente Anerkennung für die Verteidigung ihres Landes gegen Außenstehende erhalten. Sie nennen die Wüste das Dreifache Land, da sie glauben, dass es zuerst ein Prüfstein ist, der sie formt; als zweites ein Versuchsort, um ihren Wert zu beweisen; als drittes eine Strafe für ihre Sünde - obwohl die genaue Sünde anscheinend unbekannt ist. Nur jene wenigen Auserwählten, die mit den Aiel befreundet sind, wagen es, die Wüste zu betreten: Fahrende Händler, Gaukler und die Tuatha'an. Einstmals waren auch die Händler von Cairhien willkommen, aber das Willkommen wurde wieder entzogen, als Laman Avendoraldera zerstörte. Jeder andere wird als Feind angesehen.

Die Aiel waren nicht immer ein Kriegervolk. Vor kurzem entdeckte historische Informationen enthüllten, dass die Aiel nicht nur ihre kriegerischen Tendenzen erst nach der Zerstörung der Welt entwickelten, sondern auch zu den friedliebenden Thuatha'an gehörten, denen sie ausweichen, ihnen aber niemals schaden.

Geschichte der Aiel[]

Während dem Zeitalter der Legenden hatte ein friedliebendes Volk, bekannt als die Da'shain Aiel, sich einem Vertrag verschworen, den Aes Sedai zu dienen und einem gewaltfreien Kodex, bekannt als der Weg des Blattes, zu folgen. Innerhalb dieses Kodex' mussten alle Prüfungen akzeptiert und erduldet werden. Es gab keine Entschuldigung für Gewalt. Alle, die in dieser Zeit lebten, wussten von dem Vertrag und dem Kodex der Aiel, und ehrten sie dafür. Ihr Dienst war hoch angesehen, ihre Lieder ein Schatz für alle, die sie singen hörten. Als der Krieg kam, und nach ihm die Zerstörung der Welt, wollten sie ihren Kodex nicht durchs Kämpfen verraten. Das war nicht aus einem Mangel an Mut, da es Geschichten gibt, die davon erzählen, wie die Da'shain der Gefahr bis zum Tod gegenüberstanden, ohne eine Hand zu heben, um etwas Zeit zu erkaufen, damit andere vielleicht leben konnten. Während des Krieges der Macht scheinen sie den Namen "Volk des Drachen" angenommen zu haben.

Als die Zerstörung begann, erkannten die Aes Sedai anscheinend, dass die Da'shain sinnlos abgeschlachtet werden würden, wenn sie in den Städten verblieben. Es mag auch eine Weissagung gegeben haben, dass die Aiel vielleicht einen Mann hervorbringen würden, der sich dem Dunklen König entgegen stellen würde. Die Aes Sedai müssen gewusst haben, dass die Da'shain zu stolz waren, die Städte nur wegen ihrer eigenen Sicherheit zu verlassen, oder auch nur für eine mögliche zukünftige Erlösung, und deshalb ersannen sie eine große Aufgabe, die den Da'shain würdig war. Ihnen wurden Angreal und Ter'angreal gegeben und man trug ihnen auf, sie alle zu einem sicheren Platz zu bringen. Mit wahnsinnigen männlichen Aes Sedai, die durch die Welt tobten, war es wichtig, diese mächtigen Werkzeuge aus ihrer Reichweite zu bringen. Die Da'shain wussten nie, dass diese Aufgabe auch bedeutete, die Aiel selbst vom Weg des Schadens wegzubringen, weil die Aes Sedai sie nicht länger beschützten konnten. Der zweite Vertrag, über den gelegentlich die Aiel und Kesselflicker sprechen, bezieht sich vermutlich auf diese letzte Pflicht, welche die Aes Sedai den Aiel auferlegten.

Die erste Spaltung[]

Vor der Zerstörung war es gänzlich unbekannt, die Da'shain Aiel zu verletzten oder auch nur zu etwas zu zwingen. Jeder wusste, dass sie sich einem Vertrag verschworen hatte und dem Weg des Blattes folgten. [1] Aber der Pazifismus der Da'shain wurde nicht länger während der durch die Zerstörung überall aufkommenden Überlebenskämpfe respektiert. [2] Vermutlich verließen einige der Da'shain den Rest, als die Jahre vergingen und sie überzeugt davon waren, dass der Schutz der Relikte der Aes Sedai eine hoffnungslose Mission war. Sie entschieden sich, auf die Suche nach dem Alten Lied, vermutlich in der Hoffnung, eine bessere Zeit wieder aufleben zu lassen, als der Weg des Blattes alles war und das Leben nicht so hart. [3] Sie verließen ihr Gelübde, zu dienen, zugunsten ihrer eigenen Zukunft, und so wurden sie vom Rest der Aiel als "verloren" angesehen. Diese Splittergruppe war der Anfang der Tuatha'an, die sich bis heute dem Weg des Blattes verschrieben haben und der Suche nach dem Alten Lied. Sie haben heute die ursprüngliche Spaltung vergessen, so wie der Großteil der Aiel.

Die zweite Spaltung[]

Jene Aiel, die verblieben, fuhren fort, den Vertrag einzuhalten und die Relikte zu beschützen, aber sie konnten ihre eigenen Kinder und Familien nicht gegen die gesetzlosen Horden beschützen, die die zerstörte Welt durchwanderten. Kinder wurden gestohlen, Frauen vergewaltigt, Männer getötet, und sie konnten sich nicht dagegen verteidigen oder sich für diese Beleidigungen rächen, ohne ihren Kodex zu verraten. An einem gewissen Punkt fanden einige der jungen Männer den Weg unerträglich im Angesicht dieser Verluste. Einer nach dem anderen entschied sich, zurückzuschlagen. Das resultierte in der ersten Tötung durch einen Aiel, und das Ausstoßen dieses Aiel, und alle nach ihm, die ihren Glauben verrieten. [4] Zu dieser Zeit ging man davon aus, dass es der Vertrag und der Weg des Blattes waren, die einen Aiel ausmachten. Als der erste junge Mann sich für Unterstützung an seine Familie wandte, wurde ihm angeblich gesagt "verbirg dein Gesicht... Ich hatte einen Sohn, einstmals, mit einem Gesicht wie diesem. Ich möchte es nicht an einem Fremden sehen." Das ist der legendäre Ursprung davon, dass die Aiel ihr Gesicht verschleiern, bevor sie töten.

Keiner dieser verleugneten jungen Männer war gewillt, die Wagen vollkommen aufzugeben, und so folgten sie statt dessen hinter ihnen. Sie dachten von sich immer noch als Aiel und behielten den Namen bei, nicht gewillt die Vorstellung zu akzeptieren, dass der Wille, ihre Familien zu verteidigen, ihr Erbe komplett ausradieren konnte. Sie lebten in Zelten und überlebten außerhalb, ihren Schutz denjenigen anbietend, die sich nicht selbst beschützen wollten, ungeachtet dessen, dass letztere darauf bestanden, dass sie nicht existierten. [5]

Die Töchter des Speers[]

Die kämpfenden Männer hatten zu der Zeit eine ansehnliche Gruppe gegründet, als die ersten Frau ihnen beitrat. Ihr Name war Morin und sie war eine Mutter, deren junge Tochter ihr gestohlen worden war. Sie kam zu den Kriegern, um um Hilfe zu bitten, aber bestand darauf, bei der Rettung bei ihnen zu bleiben, in dem Wissen, dass es permanentes Exil von den Wagen und ihrer Familie bedeuten würde. Bis zu diesem Punkt hatte keine Aiel-Frau jemals am Kampf teilgenommen, obwohl einige von ihnen für Hilfe zu den Kriegern gekommen waren. Die Legende sagt, dass ein Speer gekürzt wurde, um ihr zu passen, und der Prototyp für den neuen berühmten Kurzspeer wurde, der von Männern und Frauen gleichermaßen benutzt wurde. [5]

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Von Morin wird gesagt, dass sie geschworen hatte, ihr altes Leben und ihren Ehemann hinter sich zu lassen, und jetzt nur noch mit ihrem Speer verheiratet war. Sie bewies sich selbst im Kampf und wurde die erste Tochter des Speers. Sogar heute darf keine Tochter heiraten und in der Gemeinschaft bleiben, noch darf sie kämpfen, während sie ein Kind trägt, obwohl anscheinend nichteheliche Beziehungen ziemlich normal sind. Jedes Kind, das einer Tochter geboren wird, wird einer Familie zum aufziehen gegeben, wobei niemand die wahre Identität der Mutter oder des Kindes kennt. Das derzeitige Ultimatum, das eine Frau vorgetragen wird, die eine Tochter werden will, ist: "Du darfst keinem Mann gehören, noch darf ein Mann dir gehören, noch ein Kind. Der Speer ist dein Geliebter, dein Kind und dein Leben." Es ist interessant zu bemerken, dass keine der männlichen Kriegergemeinschaft nur annähernd so strenge Beschränkungen hat wie diese, die Morin zu entwickeln half.

Es gibt Indikatoren dafür, dass Morin eine Weissagung gemacht hat, dass sie dem Kriegerhäuptling, Jeordam, ein Kind gebären würde, was sie auch tat, was der Beginn des Prozesses sein würde, der es den zeltbewohnenden Aiel erlauben würde, eine sich reproduzierende Kultur selbst zu unterstützen. Zu dieser Zeit hatten sie schon angefangen, die Pazifisten "Jenn Aiel" zu nennen - ein spöttischer Begriff für die "Einzig Wahren Aiel" - während die Krieger einfach nur die "Aiel" waren. [5] Sie hatten die Nutzung der Vorsilbe "Da'shain" verbannt, und sie wurde von der nächsten Generation völlig vergessen. Natürlich gaben die Wagenbewohner immer noch vor, dass ihre Beschützer nicht existierten. Ob sie irgend einen Namen für die Ausgestoßenen hatten, ist unbekannt.

Es gab immer noch einige Aspekte ihres ursprünglichen Glaubens, die die Krieger nicht verbannen wollten. Sie wollten keine Schwerter nutzen, da ein Schwert nur existierte, um einen Menschen zu töten. [5] All ihre Waffen, so wie Speere, Messer und Bögen, konnten fürs Jagen, Bauen oder Farmen genutzt werden, genauso wie in der Verteidigung. Auf diese Art konnten sie immer noch für sich beanspruchen, dem Weg treu zu sein und damit dem Namen Aiel.

Über die Zeit wuchs die Anzahl der kriegerischen Aiel, und die Jenn Aiel, die vielleicht diesen spöttischen Namen angenommen hatten, begannen zu schrumpfen. Die Krieger begannen ihre eigene Kultur und Fähigkeiten zu entwickeln, mit weniger und weniger Kontakt zum Volk in den Wagen. Ihre Zahlen wuchsen nun durch Geburten, ohne das Bedürfnis, jemanden von den Jenn zu rekrutieren. Der Schutz, den sie den Jenn über die Jahre bereitstellten, hatte auch das Bedürfnis des Wagenvolkes reduziert, den Weg des Kriegers zu suchen. Sogar die Geburtenrate der Jenn Aiel war gesunken, und sie verloren Angehörige an die Dürren und Entbehrungen des Weges, die ihre härteren, zeltbewohnenden Verwanden kaum zu beeinflussen schienen. Die wenigen Aes Sedai, die die Jenn Aiel auf dem Weg aufgelesen hatten, halfen vielleicht, die Verluste zu reduzieren, aber nicht die gesamte Entwicklung. Diese historischen Aes Sedai blieben bei den Wagen und vermieden allen Kontakt mit den kriegerischen Aiel, vermutlich so erschüttert wie die Jenn über das, was diese Ausgestoßenen geworden waren. Als Überlebende der Zerstörung waren sie sicher, dass es die Jenn waren, den Da'shain Aiel, an die sie erinnerten, nah genug an Gedanken und Kultur, die ihren Schutz und ihre Hilfe benötigten.

Das Geschenk des Wassers[]

Wir haben kein klares Bild von der Zeit, die für die Aiel Nomaden verging, aber es ist bekannt, das ihre Wanderungen sie vermutlich am Rückgrat der Welt entlang führten und durch das Land, das jetzt Cairhien ist. Dort entdeckten sie, dass einige Menschen immer noch zur Großzügigkeit fähig waren, eine Tatsache, die ihrer Erfahrung nach so ungewöhnlich war, dass sie ein Teil ihrer Folklore wurde. Die Geschichte hat bis zu diesem Tag überlebt, wie der Anführer einer von einer Palisade umgebenen Stadt zustimmte, den Aiel zu erlauben, so wie Wasser zu nehmen, wie sie wollten, wenn die Aiel die Brunnen graben würden, um es zu bekommen. Im Rückblick war das nur gesunder Menschenverstand, da die Brunnen die örtliche Bevölkerung versorgen würden, noch lange nachdem die Reisenden weiter gezogen waren, aber für die Aiel war es das erste mal, seit sie sich erinnern konnten, dass sie nicht um das hatten kämpfen müssen, was sie brauchten. [6] Es war diese Tat, die hunderte von Jahren später zur dem Geschenk von Avendoraldera an die Cairhiener führte, einem Setzling des einzigen überlebenden Chora-Baumes, als sie diese als die Nachkommen jener Menschen erkannten, die den Aiel Wasser gaben.

Vom Rückgrat der Welt, geleitet von den Aes Sedai, durchquerten die Aiel einen der wenigen Pässe, um östlich in das dahinter liegende Land zu ziehen, vielleicht in einem Versuch der Aes Sedai, die Jenn Aiel vor der Verseuchung durch andere Kulturen zu schützen, so dass die Prophezeiung, die während der Zerstörung ausgesprochen wurde, wahr werden konnte. Die Zeltbewohner folgten, immer noch bereit, die Jenn wenn nötig zu verteidigen, obwohl sie es zu dieser Zeit mehr aus Gewohnheit und Tradition taten, denn aus Notwendigkeit.

Es war kurz nach der Überquerung in die Wüste, dass die Zeltbewohner begannen, sich in Clans und Septimen zu teilen, obwohl die Jenn anscheinend ihre konventionellen Familiengruppierungen und Sozialstrukturen beibehielten.

Rhuidean[]

Tief in der Wüste, in dem Tal unter einem Berg, der später Chaendaer genannt wurde, stoppten die Wagen schließlich und die Jenn Aiel, unterstützt von den Aes Sedai, begannen eine Stadt zu bauen. Sie nannten sie Rhuidean. Das Design war vermutlich von den Erinnerungen der Aes Sedai an die Städte vor der Zerstörung inspiriert, mit großen Gebäuden aus vielfarbigem, leuchtendem Glas, die bis in den Himmel reichten, exquisiten Statuen und breiten Straßen. Der letzte überlebende Chora-Baum, von den Feuchtländern Avendesora genannt, wurde auf den zentralen Platz gepflanzt.

Außerhalb der Stadt verstreuten sich die Zeltbewohner über das gesamte karge Land und machten es zu ihrem Eigentum. Schließlich wuschen ihre Zahlen genug, dass individuelle Gruppen miteinander zu wetteifern begannen, bis alle Spuren ihres Ursprungs verloren gegangen waren. Sie vergaßen, dass sie Teil des Weges des Blattes waren, sie vergaßen, das sie jemals verbrüdert waren mit den Jenn; sie vergaßen alles von ihrer Herkunft außer der Eroberung ihres harten, neuen Heimatlandes und ihres Krieges miteinander.

In der großen, unvollendeten Stadt starben die Jenn aus. Trotz der besten Absichten der Aes Sedai brachen ihre Pläne und die Prophezeiung zusammen. Die Aes Sedai realisierten, dass sie einen Fehler gemacht hatten. Wenn ein Kind aus den Aiel geboren werden sollte, um den Dunklen König zu bekämpfen, würde es nicht den Jenn geboren werden. Doch die Aes Sedai hatten keine Verbindung zu den nomadischen Aiel Kriegern. Um die Prophezeiung zu retten und möglicherweise die Kontrolle der Aes Sedai darüber mussten sie einen Weg finden, um die Wahrheit mit den Kriegern auf eine Weise zu teilen, die sie nicht auch zerstören würde. [7]

Das Vermächtnis von Rhuidean[]

Die Aes Sedai kontaktierten die Weisen Frauen der Aiel durch deren Träume, und sandten eine Nachricht, dass alle Clanhäuptlinge nach Rhuidean kommen mussten, oder sich der vollständigen Auflösung ihrer Clans gegenüber zu sehen hatten. Jene, die kamen, würden eine Chance haben, die Aiel zu vereinigen, aber jene, die sich weigerten, würden ihre Leute mit der Zeit verschwinden sehen. Für jene, die kamen, wurde eine dauerhafte Waffenruhe erklärt - der Friede von Rhuidean - die nicht gebrochen werden konnte. Alle Kämpfe in Sichtweite des Chaendaer waren verboten. [8] Im Herzen von Rhuidean stellten die Aes Sedai einen riesigen Ter'angreal auf, der in sich die gesamte Geschichte der Aiel enthielt. [9] Von jedem Clanhäuptling wurde verlangt, die Stadt zu betreten und sich ihren grauenvollen Glassäulen zu stellen. Jene, die zurückkehrten, nur einer aus drei, hatte die Stärke bewiesen, sich der Wahrheit ihres Erbes zu stellen, und dem Wissen um die Prophezeiung, die durch sie erfüllt werden musste. Jene, die die Stärke nicht besaßen, sich dieser Wahrheit zu stellen, kehrten nie wieder zurück.

Auf diese Weise stellten die Aes Sedai sicher, dass die Geschichte der Aiel nicht verloren gehen würde, und dass die Prophezeiung vielleicht doch noch erfüllt wurde. Seit dieser Zeit müssen alle Clanhäuptlinge Rhuidean betreten und den Ter'angreal passieren, ehe sie als Häuptling akzeptiert werden. Die Männer können Rhuidean nur einmal betreten. [8]

Frauen, die Weise Frauen werden wollen, müssen ebenfalls die gläsernen Säulen betreten, obwohl erst bei ihrem zweiten Besuch in der Stadt; sie haben eine viel höhere Überlebensrate als die Männer. (Bei ihrem ersten Besuch müssen sie einen aus drei Ringen bestehenden Ter'angreal betreten, der dem ziemlich ähnlich ist, der für die Aufgenommenen in der Weißen Burg benutzt wird.) [8]

Somit hielten die Clanhäuptlinge und die Weisen Frauen für beinahe dreitausend Jahre die Geschichte der Aiel geheim, und leiteten ihr Volk aus dieser Perspektive, während sie es gleichzeitig vor seiner Wahrheit beschützten.

Schließlich starben die letzten der Jenn und der Aes Sedai, aber nicht bevor die Aes Sedai einen Mechanismus der Macht platzierten, um Rhuidean vor Außenstehenden zu schützen und für die Aiel zu bewahren. Jene außerhalb der Wüste wussten nichts von seiner Existenz, da die vorgeschriebene Strafe für einen nicht-Aiel, der das Tal von Rhuidean betrat, der Tod war. Sogar unter den Aiel sahen nur Clanhäuptlinge und Weise Frauen jemals die innere Stadt selbst - bis sie kürzlich für die Besiedelung wieder eröffnet wurde.

Die Enthüllung von Rhuidean durch Rand al'Thor hat diese antike Stadt der Welt offenbart. Die Stadt liegt nun über einem neu geformten See, der durch einen unterirdischen Ozean von Trinkwasser gespeist wird. Dieser See wiederum speist den einzigen bekannten Fluss in der Wüste, der Wasser zu Gebieten bringt, die seit der Zerstörung der Welt nur als trocken bekannt sind. Als Resultat dieser Veränderung bewohnen nun Aiel die Stadt, die die Jenn nicht vollenden konnten.

Rand al'Thor offenbarte mehr als Rhuideans Landschaft. Er offenbarte auch die Geheimnisse der Geschichte der Aeil dem gesamten Volk, etwas, das die Aes Sedai vorsichtig vermieden hatten. Der Glaube, dass die Aiel einstmals gegenüber den Aes Sedai versagt hatten, war lange ein Teil der Geschichte der Aiel, zusammen mit dem Glauben, dass ein zweiter Fehler in ihrer Zerstörung enden würde, aber das Wissen, dass ihr gesamter Lebensweg selbst den Verrat bedeutete, war mehr als viele ertragen konnten. Sie begannen "der Trostlosigkeit" zu verfallen, einem Krankheitsgefühl, das Aiel dazu bringt, ihren Weg des Kriegers zu verlassen oder die Wahrheit zu verleugnen und sich zu weigern, dem Mann zu folgen, von dem die meisten glauben, dass er der Car'a'carn ist, oder Häuptling der Häuptlinge.

Wachstum der Aiel-Clans[]

Die kriegerischen Aiel fuhren fort, sich über die Länge und Breite der Wüste zu verstreuen. Die Clans kamen auf die Zahl zwölf, und wuchsen, bis sie so groß waren wie Nationen, die einander bekämpften und überfielen, wie es viele Nationen tun. Am meisten kämpften sie alle gegen jeden, der es wagte, die Wüste uneingeladen zu betreten. Einige Außenstehende, von den Aiel "Feuchtländer" genannt, wagten sich trotz der Bedrohung in die Wüste, gelockt von den Versprechen von Seide und Elfenbein, die gleich hinter ihren Grenzen lagen. Die wenigen, die den Versuch überlebten, brachten Geschichten zurück von grausamen, hellhaarigen Kriegern mit verschleierten Gesichtern, die aus dem Boden zu springen schienen und Durchreisende mit gnadenloser Ruhe töteten. Sogar Artur Falkenflügel war nicht in der Lage, das stolze Wüstenvolk zu erobern; ihre Wildheit und ihr unorthodoxer Kampfstil waren sogar seinen hochspezialisierten Armeen mehr als ebenbürtig.

Über die Zeit durch die unerbittliche Härte ihres Landes geprägt verdienen die Aiel viel von ihrem furchterregenden Ruf. Sie verschleiern ihre Gesichter immer noch, bevor sie töten, und sind genauso tödlich mit Waffen wie mit bloßen Händen. Echos von der Liebe ihrer Vorfahren zu Musik und Tanz können nun nur noch von ihren Dudelsackspielern gehört werden, die die wartenden Clans in den Kampf begleiten. Für sie ist der Kampf zum "Tanz der Speere" geworden, in dem die Schritte tödlich sind. Sogar heute noch würde kein Aiel freiwillig ein Schwert berühren, nicht mal zum Zeitpunkt seines Todes, oder ein Pferd reiten, wenn er dazu gedrängt wird.

Die zwölf Clans der Aiel - die Chareen, die Codarra, die Daryne, die Goshien, die Miagoma, die Nakai, die Reyn, die Shaarad, die Shaido, die Shiande, die Taardad und die Tomanelle - haben einen dreizehnten Gefährten, die ausgestorbenen Jenn, auch der "Clan, der nicht ist" genannt. Jeder Clan besteht aus vielen Septimen, so wie die Jaern Riss-Septime der Codarra und die Weiße Berge-Septime der Chareen, ohne dass es eine Anzahl für die Septimen gibt, aus denen ein Clan besteht.

Zusätzlich sind die Krieger selbst in zwölf einzelne Gemeinschaften geteilt. Diese sind die Seia Doon (Schwarzaugen), Far Aldazar Din (Brüder des Adlers), Rahien Sorei (Läufer der Dämmerung), Sovin Nai (Messerhände), Far Dareis Mai (Töchter des Speers), Hama N'dore (Bergtänzer), Cor Darei (Nachtspeere), Aethan Dor (Rote Schilde), Shae'en M'taal (Steinhunde), Sha'mad Conde (Donnergänger), Tain Shari (Blutabkömmlinge) und Duadhe Mahdi'in (Wassersucher). Jede hat ihre eigenen Bräuche und spezifische Pflichten. Zum Beispiel sind Rote Schilde die Polizei und Steinhunde werden oft als Nachhut während Rückzügen genutzt, während Töchter des Speers meistens Späher sind. Überfälle und Kämpfe zwischen Clans sind alltäglich geworden, seit sich der erste Clan geformt hat, aber die Mitglieder der gleichen Gemeinschaft werden sich nicht gegenseitig bekämpfen, sogar wenn ihre Clans es tun. Deswegen gibt es immer Kontaktverbindungen zwischen den Clans, sogar während offenen Kriegshandlungen.

Der Kodex von Ehre und Pflicht[]

Die Aiel haben den Kodex der passiven Akzeptanz mit einem viel komplizierteren Kodex von Ehre und Verpflichtung ersetzt, genannt Ji'e'toh. Laut diesem Kodex gibt es viele Wege zur Ehre, jeder mit seinen eigenen Maßnahmen und Preisen, und jede Facette des Lebens hat seine eigenen Wege. Im Kampf zum Beispiel wird die wenigste Ehre durch das Töten erhalten, da jeder töten kann, während die größte Ehre dadurch erhalten wird, einen bewaffneten, lebenden Feind zu berühren, ohne ihn zu verletzen. Um einen Feind gefangen zu nehmen und ihn zu einem Gai'shain zu machen, fällt irgendwo zwischen die beiden Extreme. Jeder muss seine eigene Ehre durch den Kodex suchen, und Ehre wird in der Aiel-Gesellschaft über alles gestellt.

Schande hat auch viele Ebenen innerhalb des Kodex, und wird auf vielen dieser Ebenen schlimmer bewertet als Schmerz, Verletzung oder sogar Tod. Diese Facette des Kodex', die alle diese verschiedenen Abstufungen überwiegt, ist Toh oder Verpflichtung: jeder Verpflichtung, egal wie klein oder unbedeutend, muss vollständig gegenübergetreten werden. Toh ist diesen Menschen so wichtig, dass ein Aiel sogar Schande akzeptieren wird, wenn es notwendig ist, um eine Verpflichtung zu erfüllen, die vielleicht in den Augen eines anderen nebensächlich zu sein scheint, nur um dem Kodex zu gehorchen.

Man beachte auch die Rolle der Gai'shain. Der Name bedeutet "in der Schlacht dem Frieden verpflichtet" in der Alten Sprache und wird benutzt, um jene Aiel zu bezeichnen, die von anderen Aiel als Gefangene genommen wurden während eines Überfalls oder einer Schlacht. Von diesen Gefangenen wird durch Ji'e'toh verlangt, ihren Fängern ein Jahr und einen Tag zu dienen, in dieser Zeit dürfen sie keine Waffe berühren und keine Gewalt ausüben. Sie müssen diesen Dienst demütig und gehorsam erfüllen, ohne Versuch oder Gedanken an Flucht. Sie tragen weiße Roben, um sie von den anderen Aiel während ihres Dienstes klar zu unterscheiden. Sogar wenn sie irgendwie zu ihren eigenen Leuten zurückkehren, muss der Dienst komplett abgeschlossen werden. Vielleicht sind die Gai'shain ein Überbleibsel des gehorsamen und gewaltlosen Dienstes der ursprünglichen Da'shain Aiel an den Aes Sedai. Entsprechend dem Kodex sind Weise Frauen, Schmiede, Kinder unter fünfzehn und Frauen mit Kindern unter fünfzehn von dem Dienst als Gai'shain ausgenommen.

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Der Kleidungsstil unter den Aiel hat sich seit dem Zeitalter der Legenden und den Da'shain Aiel nur wenig verändert. Der Cadin'sor, den alle Männer und Töchter des Speers tragen, ist eine Anpassung der antiken Arbeitskleidung der Da'shain. Das Wort, das grob übersetzt "Arbeitskleidung" bedeutet, stammt aus der Alten Sprache. Die klassische Jacke und Kniehosen sind braun oder grau gefärbt, was wie Stein, Sand oder Schatten aussehen kann. Die Aiel haben weiche, kniehohe Stiefel hinzugefügt, die in der Wüste praktisch zu tragen sind, genauso wie die Shoufa, ein Kopftuchähnliches Kleidungsstück, das normalerweise die Farbe von Sand oder Felsen hat und um Kopf und Nacken gewickelt wird, und nur das Gesicht frei lässt. Wenn sie sich darauf vorbereiten, zu töten, ziehen sie die Shoufa über Nase und Mund, wobei sie das Gesicht der Tradition entsprechend verschleiern. Der einzige Unterschied zwischen der Tracht von männlichen Kriegern und der anderer Aiel-Männer ist, dass die Krieger ein größeres Messer tragen. Der Schnitt der Jacke des Cadin'sor ist bei jedem Clan unterschiedlich und hat entsprechend der Septime leichte Abweichungen, obwohl die Unterschiede, die einem Aiel klar sind, zu subtil und schwierig sind, um von einem Außenstehenden wahrgenommen zu werden.

Alle Aiel-Männer und die Frauen, die Töchter des Speers sind, tragen ihr Haar kurz geschnitten bis auf einen Zopf unten im Nacken. Frauen, die keine Töchter sind, tragen ihr Haar schulterlang und länger, aber selten geflochten oder aufgesteckt. Häufig halten sie es mit einem Tuch aus dem Gesicht. Ihre langen Röcke, Blusen und Schals sind in eintönigen Wüstenfarben gefärbt, und schmücken sich selbst mit vielen Armbändern und Halsketten, die oftmals mit Elfenbein oder kostbaren Metallen eingelegt sind. Hochrangige Frauen sind leicht zu erkennen an einem Überfluss von kostbarem Schmuck. Töchter des Speers besitzen oftmals Schmuck, tragen aber selten mehr als gelegentlich ein Teil zu einem speziellen Anlass. Die Männer tragen keinen Schmuck, obwohl das Zeichen des Häuptlings, das in Rhuidean in seine Haut gelegt wird, oft den metallischen Anschein eines merkwürdigen Armbandes hat.

Weise Frauen[]

Wie in den meisten Kulturen der Welt haben die Aiel jene, die die Macht lenken können und jene, die darin unterrichtet werden können. Frauen mit dem Funken werden alle von den Weisen Frauen gefunden und ausgebildet, selbst Weise Frauen zu werden. Alle Machtlenkerinnen sind Weise Frauen, aber nicht alle Weisen Frauen können die Macht lenken. Die Tatsache, dass viele Weise Frauen die Macht lenken können, wird unter den Aiel nicht besprochen. Alle Weisen Frauen sind ausgebildet in Heilung, Kräutern und anderem überliefertem Wissen, so wie Lebensweisheiten. Die Weisen Frauen haben große Autorität und Einfluss bei den Septimen- und Clanhäuptlingen, und tragen auch große Verantwortung. Sie stehen außerhalb aller Fehden und Schlachten, und entsprechend Ji'e'toh dürfen sie weder verletzt noch auf irgendeine Weise behindert werden. Für eine Weise Frau wäre die Teilnahme an einem Kampf eine große Verletzung von Gebräuchen und Tradition sein. Vor kurzem ist das passiert und seine endgültiger Effekt wird noch gesehen werden.

Gewohnheitsmäßig vermeiden diese Frauen allen Kontakt mit Aes Sedai, vermutlich um zu vermeiden, dass die Aes Sedai die Machtlenkerinnen unter ihnen erkennen. Einige Weise Frauen sind auch Traumgängerinnen, in der Lage, die Welt der Träume Tel'aran'rhiod zu betreten, und mit anderen in ihren Träumen zu sprechen.

Die jungen Männer, die entdecken, dass sie die Macht lenken können, verlassen ihre Clans, um sich dem Dunklen König am Shayol Ghul zu stellen, und sterben.

Aiel-Kultur[]

Die Aiel fangen schon in einem sehr jungen Alter an, Überlebensfähigkeiten und den Umgang mit dem Speer zu lernen, durch Spiele, die dazu entworfen wurden, ihre Fähigkeiten, ihre Geschwindigkeit und ihre Sorgfalt zu steigern. Aber ihnen werden auch die Feinheiten von Ji'e'toh und der Politik beigebracht, genau wie die Grundlagen von Rechnen und Lesen. Obwohl die Aiel ein barbarisches Leben zu leben scheinen, schätzen sie Bücher und Literatur sehr und sind grundsätzlich gut ausgebildet. Jeder Fahrende Händler, der Bücher mit sich führt, windet ein Willkommen unter ihnen.

Die Aiel sind nicht länger Nomaden, sondern haben Festungen aus den Klippen, Hügeln und Canyons der Wüste herausgearbeitet. Jede Septime hat ihre eigene Festung und in ihr hat die Dachherrin, die Frau des Clanhäuptlings, die oberste Gewalt und das Recht, jeden bei Wasser und Schatten willkommen zu heißen oder fort zu schicken, sogar ihren eigenen Ehemann. In den meisten Festungen sind die Behausungen aus Lehm und Ziegeln an der Oberfläche und flachen Dächern, auf denen Pflanzen wachsen können, aber normalerweise tief in den Stein gegraben, um geräumige und komfortable Räume zu formen, die gut isoliert sind von der Hitze. Die Böden von Aiel-Räumen sind mit Läufern ausgelegt, ihre Wände mit Wandteppichen behängt und sie sind mit komfortablen Matten und Polstern möbliert, Regalen und Tischen, aber keinen Stühlen. Nur der Häuptling besitzt einen Stuhl. Obwohl die Aiel sich einfach kleiden, sind ihre Heime grundsätzlich in leuchtenden Farben und einer Vielzahl von Texturen dekoriert. Schöne Bildhauerkunst, Porzellan und eine breite Vielzahl von Büchern füllen die Nischen vieler Wände und lassen sie innen genauso elegant und farbenfroh aussehen, wie sie außen trist sind. Die Tradition der Aiel, ein Fünftel der Güter jedes Überfalls oder Krieges zu plündern, hat es den meisten von ihnen erlaubt, viele seltene Gegenstände zu erwerben, besonders der Aiel-Krieg, als sie den Drachenwall überquerten. Ihr Handel mit Shara hat ihnen ebenso Seide und Elfenbein eingebracht. Mit so einer zufriedenstellenden Umwelt, die sie aus dem rauen Land geschlagen haben, leben die Aiel nur als Nomaden, wenn sie den Herden auf ihrer Suche nach Weideland folgen oder in den Krieg ziehen.

Innerhalb dieser Festungen wird eine Vielzahl von Früchten auf terrassenartigen Felsvorsprüngen und den flachen Dächern ihrer Häuser gezogen, obwohl sie normalerweise in dem rauen Klima von Hand bewässert werden müssen. Diese tägliche Arbeit wird normalerweise von Kindern und Gai'shain erledigt. Vorsichtiger Ackerbau produziert Früchte und Gemüse für eine sehr abwechslungsreiche Diät.

Weben und Schmuckherstellung sind die hauptsächlichen Handwerke, Metallverarbeitung steht gleich dahinter. Die Aiel bauen ihr eigenes Gold und Silber ab, genauso wie weniger wertvolle Erze. Sie bauen auch Rubine, Saphire, Mondsteine und Feuertropfen ab, obwohl keinen dieser Steine in ihrer Arbeit schleifen. Metallverarbeitung jeglicher Art wird von den Aiel hoch geschätzt; Schmiede dürfen nicht zu Gai'shain gemacht werden, da dieser Dienst erfordern würde, sie ein Jahr und einen Tag von ihrer Fähigkeit abzuhalten. Textilien wie Wolle und Algode werden zu einer Vielzahl von Stoffen verwoben. Die Wolle kommt von den Schafen und Ziegen, die auf dem spärlichen Land grasen, und die Algode von stark bewässerten Plätzen in jeder Festung. Es gibt nur wenig nutzbare Waldstücke in der Wüste und als Ergebnis daraus gibt es keine Holzarbeiter. Die wenigen, hölzernen Dinge, die in die Wüste gebracht werden, werden teuer bezahlt.

Aiel-Verwandschaften[]

Siehe auch: Aiel-Verwandtschaftsgrade

Verwandtschaften zwischen den Aiel sind sowohl präzise wie auch komplex. Es gibt ein spezifisches Wort für jede Verwandtschaft durch Blut und durch Heirat. Erst-Brüder und Erst-Schwestern sind jene, die die gleiche Mutter haben, aber nicht notwendigerweise den gleichen Vater. (Unter den Aiel bedeutet die gleiche Mutter zu haben eine engere Beziehung, als den gleichen Vater zu haben.) Zweit-Brüder und Zweitschwestern sind die Kinder der Erst-Schwester oder des Erst-Bruders der Mutter, und Schwester-Mütter und Schwester-Väter sind Erst-Schwestern und Erst-Brüder der eigenen Mutter. Großvater oder Großmutter sind Vater oder Mutter der eigenen Mutter, während die Eltern des Vaters Zweit-Großvater oder Zweit-Großmutter sind. Die Begriffe der Verwandtschaftsgrade beinhalten einige Beziehungen, die nicht durch das Blut gebunden sind. Freunde, die so eng sind wie Erst-Schwestern oder Erst-Brüder, werden Nächstschwestern oder Nächst-Brüder genannt. Nächst-Schwestern adoptieren sich oft gegenseitig formell als Erst-Schwestern. Nächst-Brüder tun das so gut wie nie.

Die Ehe unter den Aiel ist nicht immer monogam. Innerhalb der Aiel ist es vollkommen akzeptabel für einen Mann und zwei Frauen, zu heiraten, wobei alle zustimmen müssen. Die Frauen sind normalerweise Nächst-Schwestern oder Erst-Schwestern, die dann Schwesterfrauen werden. Einmal beigetreten werden sie als verheiratet miteinander angesehen, genauso wie mit den Mann. Es gibt keine Berichte von einer Frau, zwei Männer geheiratet zu haben. Es gibt so viele Begriffe, wie es Blutsbande gibt, aber nur ein geborener Aiel ist in der Lage, hoffnungslose Verwirrung über die Begriffe für unmittelbare Verwandtschaft zu vermeiden.

Die Verlorenen[]

Der Weg des Blattes

Laut dem Weg des Blattes der Thuatha'an sollten alle Menschen ihr Leben wie ein Blatt leben. "Das Blatt lebt die für es festgelegte Zeit, und kämpft nicht gegen den Wind, der es davon trägt. Das Blatt verursacht keinen Schaden und fällt schließlich, um neue Blätter zu ernähren." Die Thuatha'an glauben, dass niemand einen anderen verletzten sollte, egal aus welchem Grund auch immer.

Die Tuatha'an sind die einzigen unter den Nachkommen der ursprünglichen Da'shain Aiel, die immer noch dem Weg des Blattes folgen. Den meisten als das Fahrende Volk bekannt durchwandern sie jetzt das Land, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wüste, in Karawanen leuchtend bunter Wagen. Von einem Mahdi genannten Mann führt jede Karawane ihre Suche nach dem verlorenen Traum vom Frieden fort. Gekleidet in ebenso bunte Jacken und Kleider bewegen sie sich als würden sie immer einer Melodie lauschen, immer bereit für einen Tanz sein. Anders als die Aiel, die nur Kampflieder oder Totenklagen singen, singen und spielen die Thuatha'an zu jeder Gelegenheit. Wo sie hin gehen, ist Musik immer nah.

Die Thuatha'an sind auch als Kesselflicker bekannt, obwohl sie gelegentlich auch andere Arbeit machen. Ihre Handwerkskunst ist einzigartig, normalerweise sind die reparierten Dinge besser als neu. Trotzdem werden sie gemieden und mit Argwohn betrachtet von den Menschen in den Dörfern und Kleinstädten, die sie nicht verstehen. Geschichten, normalerweise falsch, sagen, dass die Kesselflicker kleine Kinder stehlen und versuchen, junge Menschen zu ihrem Glauben zu bekehren. Die Tatsache, dass die Kesselflicker sich nicht selbst gegen solche Angriffe verteidigen werden, verleiht jenen, die hassen wollen, noch zusätzlich Glaubwürdigkeit. In Wirklichkeit sind die meisten, dich sich dem Weg der Kesselflicker zuwenden, einfach angezogen durch die Einfachheit ihres Glaubens.

Die Kesselflicker sind einige der wenigen Menschen, denen traditionell erlaubt wird, die Wüste unbehelligt zu durchqueren, zweifellos weil die Clanhäuptlinge der Aiel Clans ihre Geschichte kennen. Die Thuatha'an selbst wissen beinahe sicher nichts von ihrem Ursprung oder von ihrer Verwandtschaft mit den Aiel.

Anmerkungen[]

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