Rad der Zeit Wiki
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Vorwort

Die Welt seit der Zerstörung

Im Land

"Das Rad und das Muster" ist das erste Kapitel von Die Welt von Robert Jordans Das Rad der Zeit.

© Robert Jordan, Übersetzung von Nessaia Quelle: http://wot.books.free.fr/world/

Inhalt[]

"Das Rad der Zeit dreht sich, Zeitalter kommen und gehen und hinterlassen Erinnerungen, die zu Legenden werden. Legenden verblassen zu Mythen, und selbst die sind längst vergessen, wenn das Zeitalter wiederkehrt, das an ihrem Ursprung stand." So beginnt jede Sage in der Welt des Rades, ein Universum, in dem der Hauptkontfrollfaktor das Rad der Zeit und das Große Muster sind, das es spinnt. Ein Muster, in dem Licht und Dunkelheit, gut und böse, männlich und weiblich, und Leben und Tod im Schicksalsgewebe um die Balance kämpfen.

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Was ist das Rad der Zeit? Stellt euch vor, ein großer kosmischer Webstuhl in Form eines Rades mit sieben Speichen, das sich langsam durch die Ewigkeit spinnt und das Gewebe des Universums webt. Das Rad, vom Schöpfer hervorgebracht, ist die Zeit selbst, die sich immer dreht und wiederkehrt. Das Gewebe, das es webt, ist aus den Fäden des Lebens und der Ereignisse konstruiert, verflechtet in ein Muster, das Große Muster, das die Gesamtheit der Existenz und der Realität ausmacht, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Im Einfluss dieses Geflechtes der Zeitalter sind nicht nur die Erde und der Stein der physischen Welt, sondern auch andere Welten und Universen, andere Dimensionen, andere Möglichkeiten. Das Rad berührt, was sein könnte, was gewesen sein könnte und was ist. Es berührt die Welt der Träume genauso, wie die wachende Welt.

In dieser Welt gibt es keinen Anfang und kein Ende, da jede Speiche des Großen Rades eines der sieben Zeitalter repräsentiert, es in der Vergangenheit verschwinden und in der Zukunft zurückkehren lässt, so wie sich das Rad dreht, das Gewebe jedes Zeitalters ändert nur seine Webart und sein Muster mit jeder Umdrehung. Mit jeder Umdrehung geschehen die Änderungen in einem größeren Maße. Für jedes Zeitalter gibt es ein spezielles und einzigartiges Muster, das Muster des Zeitalters, das die Substanz der Realität für dieses Zeitalter formt. Das Muster ist vom Rad vorgegeben und kann nur teilweise geändert werden von jenen Leben, die die Fäden innerhalb des Gewebes ausmachen.

Niemand kennt die Zeitspanne, die es für eine volle Umdrehung des Rades brauch, noch ob es eine festgelegte Zeit für jedes Zeitalter gibt. Es ist nur sicher, dass alles wiederkommen wird, obwohl die Spanne sicherlich schon lange vergangen sein wird, die menschliche Erinnerungen umfassen oder sogar Legenden. Trotzdem bildet dieses Wissen die Basis für die Philosophie und Geschichte der bekannten Welt. Kein Ende, nicht einmal Tod, ist ein notwendiges Ende in der Drehung des Rades. Wiedergeburt ist ein Teil des Weges der Welt. Prophezeiungen werden geglaubt und beachtet, da sie viel von dem erzählen, was war und was sein wird. Die einzigen Fragen sind, wann und wie die Prophezeiungen erfüllt werden.

In solch einer Welt ist Veränderung nur ein vorbestimmter Teil des Mechanismus. Nur ein paar wenige Individuen, spezielle Seelen, bekannt als Ta'veren, können das Gewebe des Musters dazu bringen, sich um sie herum zu verändern und das Gewebe selbst ändern. Diese Ta'veren werden als Schlüsselfäden heraus gesponnen, die alle sie umgebenden Lebensfäden, in einigen Fällen manchmal alle Lebensfäden, verweben, um eine Veränderung zu erschaffen. Diese Schlüsselfäden produzieren oft große Änderungen im Muster eines Zeitalters. Diese Großen Änderungen werden in der Alten Sprache Ta'maral'ailen genannt oder "Gewebe des Schicksals".

Doch sogar die Ta'veren und das Gewebe des Schicksal, das um sie gewoben wird, sind vom Rad und dem Großen Muster gebunden; es wird angenommen, dass das Rad Ta'veren hervorbringt, wann immer das Gewebe vom Muster abzuweichen beginnt. Die Veränderungen um sie herum, die oft drastisch sind und beunruhigend für diejenigen, die in diesem Zeitalter leben müssen, werden für den eigenen Korrekturmechanismus des Rades gehalten. Je mehr Veränderungen gebraucht werden, um das Große Muster wieder in die Balance zu bringen, desto mehr Ta'veren werden in die Welt gebracht.

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Das Große Rad ist das Herz aller Zeit. Doch sogar das Rad benötigt Energie, um sich selbst und sein Muster aufrecht zu erhalten. Diese Energie kommt von der Wahren Quelle, von der die Eine Macht gezogen werden kann. Sowohl die Wahre Quelle und die Eine Macht bestehen aus zwei widersprüchlichen und doch einander ergänzenden Teilen: Saidin, die männliche Hälfte, und Saidar, die weibliche Hälfte. Innerhalb der Wahren Quelle zusammen und gegeneinander arbeitend sind es Saidin und Saidar, die die treibende Kraft liefern, die das Rad der Zeit dreht.

Die einzigen bekannten Mächte außerhalb des Rades und des Musters sind der Schöpfer, der das Rad formte, die Eine Macht, die es antreibt - genauso wie der Plan für das Große Muster - und der Dunkle König, der außerhalb des Musters eingesperrt wurde vom Schöpfer im Moment der Schöpfung. Niemand innerhalb und außerhalb des Musters kann das Muster zerstören oder das Schicksal des Großen Musters ändern. Sogar jene, die Ta'veren sind, können es nur ändern, aber nicht vollständig verändern. Man glaubt, dass, wenn er aus seinem Gefängnis entkommt, der Dunkle König, der eine Kreatur oder Macht jenseits der Schöpfung ist, die Fähigkeit besitzt, das Rad und alle Schöpfung zu seinem eigenen dunklen Bild zu verändern. Somit muss jeder, besonders jene, die als Ta'veren geboren würden, kämpfen, um sein oder ihr bestes Schicksal zu erreichen und das Gleichgewicht und den Fortgang des Musters zu sichern.

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