Rad der Zeit Wiki
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Vorheriger Band

  1. Der Haken
  2. Ein Wunsch geht in Erfüllung
  3. Übungen
  4. Außerhalb der Burg
  5. Die menschliche Natur
  6. Überraschungen
  7. Ein Unstillbares Jucken
  8. Ein Funken innerer Ruhe
  9. Der Anfang
  10. Das Ende
  11. Kurz vor Morgendämmerung
  12. Zu Hause
  13. Besorgungen in der Stadt
  14. Veränderungen
  15. In Canluum
  16. Die Tiefe
  17. Eine Ankunft
  18. Um Haaresbreite
  19. Teichwasser
  20. Frühstück in Manala
  21. Tricks der Macht
  22. Bräuche
  23. Der Abendstern
  24. Der Nutzen von Unsichtbarkeit
  25. Eine Antwort
  26. Wann man sich ergeben sollte

Nächster Band

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"Bräuche" ist das zweiundzwanzigste Kapitel des neunundzwanzigsten Bandes Der neue Frühling. Gleichzeitig ist es das zweiundzwanzigste Kapitel des elften englischen Originalbandes New Spring, der als Der Ruf des Frühlings auch in Deutschland veröffentlicht wurde.

Zusammenfassung[]

Sie erreichen Chachin. Lan trifft im Aesdaishar-Palast auf Edeyn Arrel, die ihm vor allen Anwesenden Gefolgschaft schwört und ihn so in eine aussichtslose Lage manövriert. Zudem will sie ihn mit ihrer Tochter Iselle verheiraten.

Handlung[]

Lan Mandragoran[]

Sie erreichen Chachin. Lan ist froh, die Stadt endlich erreicht zu haben, obwohl er weiß, dass Edeyn ihn erwartet. Obwohl die Stadt erst hinter der nächsten Mauer beginnt, will Lan Alys so schnell wie möglich loswerden, denn sie hat ihn in den vergangenen zwei Nächten mit Stechmücken und Schwarzbremsen gequält.

Er erklärt ihr, dass der Schutz, den Bukama ihr geschworen hat, hier endet und gibt ihr einige Ratschläge, wie sie sich in der Stadt verhalten soll. Das Geld, das sie ihnen geben will, lehnt er kalt ab, denn es ist eine von vielen Beleidigungen.

Ryne flirtet erneut mit Alys, und Bukama entschuldigt sich für Lans Verhalten, doch Alys sieht ihn nur ausdruckslos an. Er fragt sich erneut, ob sie wohl eine Aes Sedai ist, und will nichts mehr mit ihr zu tun haben.

Dann reißt er sein Pferd herum und reitet so schnell wie möglich die Straße hinauf zur oberen Stadt. Bukama und Ryne holen ihn auf halber Strecke ein und gemeinsam legen sie den Weg zum Aesdaishar Palast zurück. Lan weiß, dass Edeyn dort ist, falls sie sich wirklich in Chachin aufhält. Lan fragt sich, ob er ein Narr ist, weil er freiwillig zu ihr reitet.

Obwohl sie ihn so gequält hat, kann Lan nicht aufhören an Alys zu denken, und er fragt sich, wie sie es geschafft hat, sich in seinem Kopf festzusetzen.

Am Palast angekommen steigt Lan ab und nennt seinen Namen. Die Wachen, die sie eben noch angespannt gemustert haben, entspannen sich und einer macht sich auf den Weg, einen Offizier zu holen. Jurad Shiman erkennt Lan und heißt ihn willkommen. Nach den Worten Tai'shar Malkier weiß Lan, dass Edeyn zumindest im Palast war, falls sie es jetzt nicht mehr ist.

Sie werden in den Palast geführt und Lan ist angespannt. Er würde am liebsten sein Schwert ziehen. Sie werden von einem Heer aus Diener und der Shatayan persönlich begrüßt; eine Ehre, die sonst nur Königen zusteht. Er spürt die Erwartungen, die auf ihm liegen.

Zunächst besichtigt Lan die Unterkünfte, die Ryne und Bukama zugewiesen wurden, denn die Bräuche erfordern es. Ryne wirkt ungehalten, doch Bukama ist zufrieden. Als er seine eigenen Gemächer erhält, ist er erleichtert, denn sie sind nicht so prächtig, wie sie einem König zugestanden hätten; was er bei der Begrüßung durch die Shatayan eigentlich erwartet hatte.

Als er Frau Romera dankt, lächelt sie und sagt, niemand könne wissen, was die Zukunft bringt. Sie knickst, bevor sie geht, und Lan weiß genau, welche Erwartungen sie bei ihm hegt.

Während die Diener, die man ihm zugewiesen hat, seine Sachen verräumen, erkundigt sich Lan, ob Königin Ethenielle anwesend ist, doch sie bereist gerade das Herz des Landes. Er fragt nach dem Prinzgemahl Brys, obwohl er weiß, dass dieser anwesend sein muss, denn dem Brauch nach darf das Herrscherpaar nur in Kriegszeiten die Stadt gemeinsam verlassen. Natürlich erhält er eine Bestätigung.

Lan fragt, ob vornehme Gäste anwesend sind und die beiden Dienerinnen, die gerade seine Kleidung versorgen, bestätigen das. Sie lassen sich eine Pause, denn sie wissen genau, dass er die Antwort erwartet, bevor sie erzählen, dass Edeyn Arrel sich im Palast befindet.

Er wäscht sich und zieht seine besten Kleidungsstücke an, dann gibt er den Dienern Silber zum Dank für ihre Dienste, dann setzt er sich aufs Bett und wartet. Er will sich mit Edeyn in der Öffentlichkeit treffen, denn dort hat sie weniger Macht über ihn als im Privaten.

Während er wartet, muss er wieder an Alys denken und wohin sie gegangen ist. Eingehüllt ins Ko'di wartet er. Doch schneller als erwartet kommt Anya mit Edeyns Bitte um seine Anwesenheit in ihren Gemächern. Lan entschuldigt sich damit, sich noch von der Reise erholen zu müssen, wie es einem Gast zusteht, doch schon eine halbe Stunde später ist Anya erneut mit einem Brief da. Es ist eine private Aufforderung, zu ihr zu kommen, doch Lan verbrennt Edeyns Brief, was Anya enttäuscht aussehen lässt. Er vermutet, dass Edeyn sie als Verbündete hat.

Jetzt kommen keine weiteren privaten Einladungen von Edeyn, aber Frau Romera überbringt ihm die Einladung des Prinzgemahls. Entgegen Lans Erwartungen gibt es keine Privataudienz, sondern ein Treffen in der großen Halle, wo ihn viele Kandori-Adlige begrüßen, aber auch Malkieri, die sich plötzlich an ihre Herkunft erinnert haben. Er sieht Männer mit Hadori und Frauen mit dem Ki'sain, obwohl er sicher ist, dass sie diese Bräuche ohne seine Anwesenheit sicher nicht fortführen werden.

Alle beobachten, als er zu Brys gebracht wird, und dieser hindert Lan daran, sich zu verbeugen. Brys begrüßt ihn freundschaftlich, da sie einander jeweils zwei mal das Leben gerettet haben. Er sagt, Lans Ankunft habe etwas von seinem Glück auf Diryk übertragen, der an diesem Morgen von einem Balkon stürzte, ohne sich etwas zu brechen. Diryk wird vorgestellt, und nach einer förmlichen Begrüßung bestürmt ihn der Junge mit Fragen über seine Kämpfe gegen die Aiel.

Brys weist ihn liebevoll zurecht, doch der Junge errötet beschämt. Lan sagt, er solle sich daran erinnern, wie es ist, acht zu sein. Er selbst erinnert sich daran, dass er zu dieser Zeit gerade das Ko'di erlernt hatte und das Kämpfen und töten. Diryk soll eine glücklichere Kindheit haben.

Der junge Prinz bestürmt ihn erneut mit Fragen, doch Brys unterbricht ihn und erklärt, Lan müsse erst jemand anderen begrüßen. Lan kann die erwartungsvolle Spannung beinahe fühlen, die sich in diesem Moment im Raum ausbreitet.

Ruhig tritt er Edeyn gegenüber, die nur ein wenig älter aussieht, aber immer noch genauso schön wie in seiner Erinnerung. Nur für Lan und Brys hörbar erklärt sie, dass es einfacher gewesen wäre, wenn er sich privat mit ihr getroffen hätte. Dann sinkt sie zum Entsetzen aller auf die Knie und schwört Lan die Treue. Kurz herrscht Stille, doch dann brechen die Umstehenden in Jubel aus.

Lan zieht Edyn auf die Füße und sagt angespannt, es gäbe keinen König von Malkier, denn die Lords hätten nicht die Stäbe geworfen. Edeyn entgegnet lächelnd, drei der überlebenden fünf wären anwesend und sie könnten sofort fragen, wie sie sich entscheiden. Nach diesen Worten verschwindet sie in der Menge.

Brys nimmt Lan mit zu einer ruhigen Galerie. Niemand folgt ihnen, denn alle wissen, dass Brys hier hin geht, wenn er ungestört sein will. Der Prinzgemahl entschuldigt sich, dass er Edeyn niemals im Palast willkommen geheißen hätte, wenn er das erwartet hätte. Er bietet sogar an, Edeyn wissen zu lassen, dass sie den Palast verlassen soll, und sagt Lan auch, dass er genug über die Bräuche von Malkier weiß, um sie nicht zu beleidigen; Lan weiß, dass das nicht stimmt, denn die Einladung zurückzunehmen wäre eine tödliche Beleidigung.

Lan weiß nicht, ob er überhaupt noch will, dass vermieden wird, was Edeyn begonnen hat. Es gibt ihm ein wenig Hoffnung, die vielen Menschen gesehen zuhaben, die sich an Malkier erinnern. Doch er weiß nicht, ob es den Preis wert ist.

Brys fragt, was er tun will, doch Lan weiß es nicht. Er ist immer noch erstaunt darüber, wie leicht Edeyn ihn in diese Situation manövriert hat.

Die Männer wechseln das Thema und unterhalten sich über die Aiel, die Fäule und einen angeblichen männlichen Machtlenker. Als das Gespräch auf eine Frau kommt, die sich als Aes Sedai ausgegeben hat und von wirklichen Aes Sedai gefangen und bestraft wurde, hofft Lan, dass Alys nicht gelogen hat.

Als er schließlich zu seinen Räumen zurückkehrt, wartet dort Edeyn auf ihn. Sie sagt ihm, er wäre keine Schönheit mehr, doch seine Augen hätten ihm immer schon am besten gefallen. Lan erklärt, sie hätte noch zwei Stunden zuvor Gefolgschaft geschworen, doch Edeyn entgegnet, allein mit ihm wäre es egal, ob er ein König ist, denn als seine Carneira hat sie Macht über ihn.

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Edeyn fordert Lan auf, ihr seinen Daori zu bringen, den sie in einem Kästchen aufbewahrt. Lan holt ihn und kniet vor Edeyn wieder, während er ihn ihr übergibt. Edeyn nimmt ihn jedoch nicht, statt dessen führt sie ihn auf den Balkon und zeigt ihm ihre Tochter Iselle, die unten im Garten spazieren geht. Edeyn erzählt, dass Iselle siebzehn ist und ihren Carneira noch nicht gewählt hat, doch sie hält sie ohnehin für alt genug, zu heiraten.

Lan erinnert sich dunkel an ein Kind, doch damals hatte er nur Edeyn im Kopf. Höflich erklärt er, dass sie so schön ist wie ihre Mutter. Er sagt, dass sie miteinander reden müssen, doch mit dem Daori in seinen Händen hat Edeyn sehr viel Macht über ihn und so übergeht sie seine Worte einfach und erklärt, da er keine weiblichen Verwandten mehr hat, ist es ihre Aufgabe, seine Hochzeit zu arrangieren.

Lan ist fassungslos und fragt, ob sie das ernst meint, denn obwohl sie sich an die Bräuche hält, ist diese Konstellation skandalös. Edeyn sagt lächelnd, er wäre jetzt ein Mann und sie müssten vielleicht doch miteinander reden. Dennoch führt sie ihn zum Bett, wo sie ihm erlaubt, den Daori abzulegen. Das beendet nicht die Macht, die sie über ihn hat und er weiß, dass sie diese niemals völlig aus der Hand legen würde, nicht bis sie seiner Braut am Hochzeitstag den Daori übergibt. Lan weiß nicht, wie er verhindern soll, dass Iselle diese Braut werden wird.

Charaktere[]

Tiere

Erwähnt

Gruppen[]

Erwähnt

Orte[]

Erwähnt

Gegenstände[]

Sonstige[]

Zitate

  • Mit der Zeit werden selbst die Berge abgetragen.
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